urban facts Würzburg

Einige Daten und Fakten zur Stadt Würzburg

Allgemeine Daten:

Einwohner 124.577
Fläche 87,6 km²
Geographische Höhe 177m ü. NHN
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr 602mm / 156 p.a. / 1533
Fluss Main
KfZ-Kennzeichen

Infrastruktur:

Bürgermeister Christian Schuchardt (CDU, einziger CDU Bürgermeister in einer bayrischen Großstadt)
Verwaltungstechnische Bedeutung Kreisfreie Stadt und Sitz des Regierungsbezirkes Unterfranken
Anzahl Besucher im Jahr 850.000 (2013)
Flughafen Nächstgelegene Flughäfen in Frankfurt (120km) und Nürnberg (105km)
ÖPNV 5 Straßenbahnlinien (seit 1892, seit 1900 elektrisch, Streckennetz 19,7km, Gleislänge 42km, 20 Mio. PAX pro Jahr)
Entfernung nach… Frankfurt 120km (Auto: 1h10min; Bahn: 1h8min)
Nürnberg 110km (Auto: 1h5min; Bahn: 53min)
München 275km (Auto: 2h30min; Bahn: 2h3min)
Dresden 370km (Auto: 3h5min; Bahn: 5h8min)

nächster Ort über 500.000: Frankfurt 120km
nächster Ort über 1.000.000: München 275km

Kultur / Geschichte:

Universität Julius-Maximilians-Universität (Erstgründung: 1402, Wiedergründung: 1582; 26.725 Studenten (2013) in zehn Fakultäten)
Größte jährlichen Feste Juni: Umsonst&Draußen Musikfestival mit ca. 75.000 Besuchern in drei Tagen
Juli: Kiliani-Volksfest (Kirmes) mit ca. 1 Mio. Besuchern in zwei Wochen
Sportvereine der Stadt Basketball: Baskets (2007 in Tradition der DJK Würzburg; 2011 Aufstieg 1.BBL; Ø-Zuschauer: 3.140 @s.Oliver Arena)
Fußball: Kickers (gegründet 1907; 4.Liga; ØZuschauer: 2.000 @ Flyeralarm-Stadion)
Erste urkundliche Erwähnung 704
Großstadt seit 1933
Meisten Einwohner im Jahr 2010
City Branding Würzburg – Welterbe.Weingenuss.Wohlgefühl

Wirtschaft / Attraktivität:

Sehenswürdigkeit Nr.1 Residenz
Kaufkraftindex in Deutschland (=100) 100,9 (2012)
Arbeitslosenquote 3,4 % (2012)

Würzburg

Geschichte Würzburgs | urban facts Würzburg

Würzburg gehört zu den schönsten Städten Deutschlands: Die Stadt am Main mit ihren rund 125.000 Einwohnern ist schon über 1300 Jahre alt und steht bereits seit 1981 auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Tag ist fast zu wenig Zeit, um sich dieser Universitätsstadt zu nähern, zu viel gibt es zu sehen, zu beeindruckend die Bauten, zu lieblich die Blicke von den Hängen ins Tal und zu einladend wirken die Cafés und die Weinstuben in den Gassen und Straßen. So ist Würzburg das typische Ausflugsziel für eine Tagesreise, die man gern einmal wiederholt.

Geschichte Würzburgs

Im Tal des Mains ließen sich seit dem 5. Jahrhundert die Alemannen nieder. Später – im 6. und 7. Jahrhundert – besetzten die Franken das Land und um rund 650 wurde Würzburg der Herrschaftssitz des Königsgeschlechts der Merowinger. 689 sollen hier die drei Missionare Kilian, Kolonat und Totnan ermordet worden sein, welche dann später als Märtyrer kultisch verehrt wurden. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt geht auf das Jahr 704 zurück, in einer Schenkungsurkunde wurde von „castello Virteburch“ gesprochen. Im Mittelalter wurde in Würzburg um 1127 erstmals ein Ritterturnier auf deutschem Boden ausgetragen. Friedrich I. „Barbarossa“ heiratete in der Stadt seine zweite Frau und 1168 wurde Bischof Herold von eben jenem Barbarossa mit der Herzogswürde belehnt, worauf sich die Bischöfe von Würzburg von nun an Fürstbischöfe nennen konnten und den Titel „Herzog von Franken“ trugen.
1402 wurde die „Hohe Schule“ gegründet, ein Vorläufer der heutigen Julius-Maximilians Universität, wobei aus Geldmangel nur wenige Jahre später die Anstalt wieder geschlossen und erst im Zuge der Gegenreformation erneut eröffnet wurde. Im Bauernkrieg 1525 versuchten die Bauern die über der Stadt liegende Festung Marienberg zu erstürmen, was allerdings fehlschlug. Würzburg erlangte im Mittelalter leider traurige Berühmtheit als ein Schauplatz umfangreicher „Hexenverfolgungen“. Vom Ende des 16. bis in das 18. Jahrhundert hinein, wurden auf dem Gebiet des Hochstiftes Würzburg (daher im rund 6.000 km² großen Territorium, dass die Bischöfe von Würzburg beherrschten) mehr als 900 Menschen mit dem Vorwurf der Hexerei verbrannt, in der Stadt selbst waren es rund 200. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden von 1631 bis 34 die Stadt und richteten teilweise schwere Verwüstungen an. Die in der Folge der französischen Revolutionen durchgeführten Koalitionskriege brachten wiederum Besetzung und Zerstörung.
Final wurde 1803 im Reichdeputationshauptschluss, dem letzten bedeutenden Gesetz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, das Hochstift Würzburg säkularisiert und der Großteil des Gebietes Bayern zugesprochen. Der Fürstbischoff war von da an nur noch der Bischoff Würzburgs. Zwar wurde 1805 durch die Friedensverträge von Preßburg nochmals ein Großherzogtum Würzburg gegründet, das überlebte die Beschlüsse des Wiener Kongresses jedoch nicht und fiel 1814 wieder an Bayern zurück. Zukünftig residierte der bayrische Kronprinz in der Stadt. 1817 wurde Würzburg die Hauptstadt des neu geschaffenen Untermainkreises, der später in den Regierungsbezirk Unterfranken aufging und noch heute als Verwaltungseinheit in Bayern besteht. Auch wenn die Industrialisierung, die Stadt nicht in eine Großstadt verwandelte (das geschah erst 1933) so ist eine revolutionäre Entdeckung in Würzburg gemacht wurden; die von Wilhelm Conrad Röntgen 1895 beobachtete Röntgenstrahlung. In der Zeit des Nationalsozialismus spielte Würzburg und besonders der hiesige Arzt, Werner Heyde, eine traurige Rolle. Es handelt sich um die Aktion T4, daher die Ermordung von geistig und körperlich behinderten Menschen, dessen Zentrale an der Universität stand. Durch einen Bombenangriff 1945 wurden weite Teile der Innenstadt zerstört. An diesem 16.März kamen rund 5.000 Menschen ums Leben. Die Stadt verlor im Zuge der Zerstörung weitere 50% ihrer Einwohner, doch schon etwa 10 Jahre später erreichte sie wieder das Vorkriegsniveau. Heute ist sie 6. größte Stadt Bayerns, hat 26.000 Studenten und ist damit eine der klassischen deutschen Universitätsstädte wie Heidelberg, Marburg, Göttingen oder Tübingen.