Hochhäuser in Los Angeles

Es ist eigentlich etwas paradox beim Thema Los Angeles über Hochhäuser zu sprechen, denn wie keine andere Stadt der Welt steht die Metropole an der US-amerikanischen Westküste eigentlich für die Vergrößerung in der Breite, die Autostadt, die Stadt die sich so weit in die Fläche ausgedehnt hat, dass man stundenlang von einem Ende des Großraums zum anderen fahren könnte, die Stadt der Einfamilienhaussiedlungen mit Pool, Garage und Basketballkorb daran. Es ist die Stadt, die einen fast zwingt das Auto zu benutzen und die den Autofahrer wiederum zwingt die Autobahn zu benutzen, die sich wie Lebensadern durch die unendlichen Nachbarschaften ziehen.

Daten und Fakten

Anzahl der Wolkenkratzer (150m und höher): 31

Höchstes Gebäude: Wilshire Grand Center 335m

Höhe der Top 10: 213m

Durchschnittliche Höhe der Top 10: 246m

Gesamthöhe aller Wolkenkratzer: 5.969m

Ranking bei Skyscraper Cities List: 45. Platz (3858 Punkte)

Doch LA hat auch eine deutlich erkennbare Skyline, eine Downtown mit Wolkenkratzern, tatsächlich sogar mit dem höchsten Skyscraper der Westküste der USA. Durch die schon im Artikel zur Geschichte von Los Angeles besprochene Konkurrenz zu anderen Teilen der Stadt befinden sich jedoch bei weitem nicht alle Wolkenkratzer in der Downtown. So ist beispielsweise im Westen der Stadt die Century City in den 1960er Jahren entstanden, ein Geschäftsbezirk mit zahlreichen Hochhäusern, die auf dem ehemaligen Gelände des Filmstudios 20th Century Fox entstand. Dennoch steht die überwiegende Mehrheit der Wolkenkratzer in Downtown, weshalb an dieser Stelle ein kleiner Ausblick auf das Stadtzentrum der Millionenstadt gegeben werden soll.

Im Norden von Downtown liegen die historischen Wurzeln von Los Angeles, etwa in der Höhe der Union Station, dem letzten großangelegten Bahnhofsgebäude der USA. Als es 1939 fertig gestellt wurde, waren die Weichen aber schon einige Zeit für den individuellen Automobilverkehr und gegen den kollektiven Schienenverkehr gestellt worden. In der Downtown von Los Angeles sieht man das noch heute sehr schön, denn die Innenstadt ist tatsächlich in alle vier Richtungen von Autobahnen umgeben, auch wenn die Grenzen der Downtown nicht ganz identisch mit denen der Freeways sind. Diese können symbolisch als Mauern betrachtet werden, welche das Stadtzentrum einsperren. Bis in die 1920er Jahre war die Downtown tatsächlich das Herz des aufstrebenden Los Angeles, aber der Boom des Autos und die gleichzeitige zunehmende Unattraktivität von Straßenbahn und Bus führten dazu, dass Downtown von einem quirligen Geschäfts- und Ausgehbezirk, zu einer Art No-Go Area wurden, die ab der Mitte des 20. Jahrhunderts lieber gemieden wurde. Die Suburbanisierung wird zum neuen Leitfaden für die Stadtentwicklung Los Angeles, vielleicht so deutlich wie in keiner anderen Stadt der Welt. Schon in den 1930er Jahren, beginnen sich die ersten Anzeichen in Downtown LA zu verdichten. Häuser beginnen zu verfallen, statt Neubauten werden Parkplätze eingerichtet, wohlhabendere Bewohner wandern als erste ab, die neuen Vorstädte ziehen wie Magneten Bewohner, Geschäfte und Firmen aus der Innenstadt hinaus.
Dieser Trend wurde erst ab den 1970er Jahren umgekehrt und führte zu einer Neugestaltung der Downtown, im bis dahin nicht wirklich als Kern der Stadt empfunden Bereich. Neue ökonomische Branchen wie Versicherungen oder die Finanzwirtschaft investierten und es folgte ein sprießender Hochhausboom. Die Stadt bekam in wenigen Jahrzehnten die größte und höchste Skyline der Westküste. Tatsächlich ist dieses plötzliche Einsetzen des Wolkenkratzerbaus auch einer städtischen Verordnung geschuldet, die von 1904 bis 1957 verbot, Häuser höher als 46m zu bauen. Eine Reglung die den Geist der Stadt lieber auf breite Flächen, statt auf Verdichtung zu setzen vollkommen gerecht wurde. Lediglich das Rathaus der Stadt bildete eine Ausnahme. Seit den 1970er Jahren schien der Hochhausbau das alles schnell nachholen zu wollen und es entstand die bis heute die höchste Skyline westlich des Mississippi in den USA.
Downtown Los Angeles ist aber mehr als nur Hochhäuser. Hier pendeln täglich rund 500.000 Menschen zu ihrem Arbeitsplatz, wobei die Downtown nur rund ein Zehntel so viele Einwohner hat. Die Innenstadt ist ein riesiges Zerrbild von Reichtum und Armut geworden. Nur wenige Blocks trennen die bis über 300m hohen Glaspaläste auf dem Bunker Hill von der Skid Row, wo Obdachlose ihre Zelte aufgeschlagen haben. Ein eigenartiger Mix aus Museen, Galerien, Konzerthäusern und neuen Kirchen, teilweise von internationalen Stararchitekten ersonnen, sind nur fußläufig von einem Meer an Armut entfernt und dazwischen entstehen neue trendige Restaurants oder überleben großartige Buchläden wie der Last Bookstore of LA.

Tabellarische Übersicht der Hochhäuser in Los Angeles

Kurze Beschreibung der Hochhäuser von Los Angeles

Wilshire Grand Center

Das Wilshire Grand Center ist das höchste Bauwerk der Stadt Los Angeles und des Bundesstaates Kalifornien, es ist sogar höher als jedes andere Haus westlich des Mississippi und muss sich nur zwölf anderen Riesen aus New York und Chicago sowie einem Wolkenkratzer aus Philadelphia in punkto Höhe in den gesamten USA geschlagen geben. Seine Höhe von 335m verdankt es aber auch seiner Turmspitze, die den Dachabschluss, welcher bei 285m liegt, um einiges übertrifft. Dieses Merkmal ist im internationalen Hochhausbau üblich, aber in LA tatsächlich eine Seltenheit, denn die Hochhäuser der Stadt haben meist flach abschließende Dächer ohne Spitzen, Antennen oder Masten. Der Grund dafür liegt in einer eigentlichen Feuerschutzmaßnahme, aus dem Jahr 1974 (die sogenannten „Regulation 10“), welche neuen Hochhäusern vorschrieb, einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach bereitzustellen. Diese Bestimmung war eine Reaktion auf den Brand im Joelma Building in Sao Paulo im Jahr 1971. Erst die Bauherren des Wilshire Grand Centers haben fast 40 Jahre nach der Gesetzgebung erfolgreich erreicht, dass diese Vorschrift nicht mehr angewendet werden muss, da das neue Hochhaus des Wilshire Grand Central im Inneren einen sicheren Feuerschutz bietet.
Das Bauwerk steht auf historischem Grund, denn hier wurde 1952 das Hotel Statler eröffnet, eines der größten und renommiertesten Häuser der Stadt. Nach zahlreichen Besitzerwechseln erwarb Korean Air 1995 den Komplex und benannte ihn 1999 in Wilshire Grand Hotel um, doch nur etwas mehr als 10 Jahre später wurde das alte Bauwerk abgerissen, um mit dem Neubau eine neue Landmarke in der Stadt zu etablieren, was bisher eher mäßig gelang, denn in den zahlreichen in Los Angeles spielenden Filmen oder Serien spielt dieses Hochhaus keine in Erinnerung bleibende Rolle (bei einigen der nächsten Hochhäuser wird erwähnt werden, in welchen Filmen diese „mitspielen“). So bietet das Wilshire Grand Center heute den Bewohnern und Besuchern der Stadt an, hier zu shoppen, zu essen, zu feiern, oder zu übernachten, in einem sehr hohen, aber architektonisch nicht unbedingt in Erinnerung bleibenden Wolkenkratzer.

US Bank Tower

Obwohl eigentlich nur das dritthöchste Haus in Kalifornien ist der US Bank Tower der einzige Wolkenkratzer der Westküste dessen Dach eine Höhe von 1.000 Fuß überragt. Tatsächlich war das Bauwerk seit seiner Fertigstellung 1989 bis ins Jahr 2010 das höchste Haus der Welt mit einem Hubschrauberlandeplatz, der sich ganz oben auf 310m Höhe befindet. Unter diesem liegen 73 Geschosse und zwei Parketagen, welche mit 24 Aufzügen verbunden werden. Anders als das Wilshire Grand Center ist der US Bank Tower ein prominent zu erkennendes Bauwerk der Stadt, was sicherlich auch an seiner abgestuften Architektur liegt, die von Henry N. Cobb vom Büro Pei Cobb Freed & Partners stammt. Gekrönt wird das Haus von einer nachts illuminierten Hochhauskrone. Noch heute benutzen manche Einheimische den Namen Library Tower, um über das Hochhaus zu sprechen, denn es wurde auf dem Grund der 1986 durch ein Feuer zerstörten Bibliothek der Stadt erbaut und war Teil des Los Angeles Library Redevelopment Programs, welches den Wiederaufbau des Geländes plante. Heute findet man hier aber keine Bücherleihe, sondern zahlreiche Firmen, die Bürofläche angemietet haben und die ihr Haus wiederum in zahlreichen Filmen wiederentdecken können, wie in „Beverly Hills Cop“, „Speed“ oder „Falling Down“. Gleichzeitig ist seine Demontage oder besser Zerstörung ein gern benutzter Special Effekt, so wie in „Independance Day“, „The Day after Tomorrow“ oder „2012“.

AON Center

Der Oldie unter den Wolkenkratzern in LA ist das AON Center.  Es wurde 1973 eröffnet und wie viele amerikanische Hochhäuser dieses Alters, hat es insbesondere eine längere Geschichte der Namensgebung. Als United California Bank Building eingeweiht, wurde es später – zu Zeiten der Olympischen Spiele 1984 - in First Interstate Tower (einem wichtigen Sponsor des sportlichen Großereignisses) umbenannt und trägt heute den Namen AON Building, der auch rot am oberen Ende des Wolkenkratzer prangt. Historisch viel wichtiger als die ständigen Umbenennungen, war das First Interstate Tower Fire am 4.5.1988, bei welchem ein Toter und 40 Verletzte zu beklagen waren. Das Feuer wurde im 12. Stock ausgelöst und konnte sich, durch die noch nicht vollständig installierte Sprinkler-Anlage (sie war zu 90% fertiggestellt, hatte aber noch keinen Wasseranschluss) über fünf Etagen ausbreiten und hinterließ außerdem einen finanziellen Schaden von 400 Millionen Dollar. Heute strahlt der 262m hohe Riese wieder mit seiner typischen bronze-dunklen Glasfassade und seinen markanten eingesetzten weißen Ecken, die von Charles Luckman konzipiert wurden.

Two California Plaza

Two California Plaza ist der nach oben hin gerichtete Abschluss des Califonia Plazas Projekt auf dem Bunker Hill in Los Angeles Downtown, in welchem sich auch das Hochhaus One California Plaza (176m) sowie das Los Angeles Museum of Contemporary Art (MoCA), die Colburn School of Performing Arts und das Los Angeles Omni Hotel befinden. Die beiden Hochhäuser (One und Two) stammen vom Büro Arthur Erickson Architects und können mit ihrer blauen Glasfassade und dem Wechsel von runden und eckigen Seiten nicht ganz ihre Herkunft aus den 1990er Jahren verhehlen. Durch die wirtschaftliche Krise der 1990er Jahre waren übrigens erst 10 Jahre nach Eröffnung des 229m hohen Bauwerks ein Großteil der Büroflächen vermietet.

Gas Company Tower

Der Gas Company Tower ist mit 228m nur einen Meter kürzer als das Two California Plaza und es verbindet beide Gebäude auch eine ähnliche zeitliche Entstehung, denn der Gas Company Tower wurde 1991 eröffnet. Ähnlich ist ihm neben der blauen Glasfassade auch die postmoderne Stilrichtung seiner Architektur, die vom Büro SOM hier unter Leitung von Richard Keating erdacht wurde. Unter den abgestuften rechteckigen Körper erscheint ein Ellipsoid aus der Mitte des Baukörpers, als oberer Abschluss zu entspringen. Heute ist der Hauptmieter die Deloitte Wirtschaftsberatung, die sich gleichfalls mit einer Inschrift unter dem Dach verewigen durfte.

 Bank of America Plaza

Das Bank of America Plaza ist ein weiterer Oldie der Skyline der Downtown von LA. Im Jahr 1974 eröffnet, schießt seine Granitfassade auf 224m Höhe hinauf. Mit seiner zurückhaltenden Form und der einfachen horizontalen Linienführung wirkt das Hochhaus auch heute noch zeitlos und recht elegant mit einem Tick zum Monumentalen. Es stammt vom Büro Albert C. Martins und wurde schon als Kulisse für zahlreiche Hollywood Filme verwendet. So war es das Nachbarhaus des „Brennenden Infernos“ (das eigentlich in San Francisco spielen sollte), es war Sitz des Anwaltsbüros in „Pretty Woman“ und es stand auch für das Musical „The Muppets“ als Kulisse zur Verfügung.

777 Tower

Der 777 Tower misst 221m und wurde vom argentinischen Architekten César Pelli entworfen und 1991 fertiggestellt. Mit seiner weißen Metall und Glas Verkleidung und seiner nach oben hin abgetreppten Form und seinen leicht bauchigen Form und seinen raffinierten Ecken wirkt das Haus eleganter als viele andere Wolkenkratzer der 1990er Jahre in New York und man erkennt gleichzeitig die leichte und dynamische Handschrift von Pellis Bauten.    

 Wells Fargo Center

Das Wells Fargo Center ist ein Gebäudekomplex mit einem 220m hohen Hochhaus das im Film „Das fliegende Auge“ aus dem Jahr 1983 auftaucht. Das Haus wurde im gleichen Jahr wie der Film fertiggestellt und es fällt ins Auge des Betrachter wegen seiner schon von Frederic Jameson festgestellten „depthlessness“, daher seiner vollkommen fehlenden Raumtiefe. Lassen wir den großen Kulturkritiker der Linken weiter zu Wort kommen: „a surface which seems to be unsupported by any volume, or whose putative volume (rectangular, trapezoidal?) is ocularly quite undecidable. This great sheet of windows, with its gravity-defying two-dimensionality, momentarily transforms the solid ground on which we climb into the contents of a stereopticon, pasteboard shapes profiling themselves here and there around us. From all sides, the visual effect is the same: as fateful as the great monolith in Kubrick's 2001 which confronts its viewers like an enigmatic destiny, a call to evolutionary mutation.” (zitiert aus Wikipedia.com, dort wiederum aus “Postmodernism, or the Culture of Late Capitalism“).Man muss mit den Worten von Jameson nicht übereinstimmen, aber tatsächlich fällt die flache Oberfläche, die keinerlei Tiefe entwickelt beim Wells Fargo Center deutlich auf und lässt es wie eine rötliche Mauer in den Himmel schießen.    

Figueroa at Wilshire

Das Figueroa at Wilshire misst nicht ganz 220m und reiht sich in eine beachtliche Zahl von Wolkenkratzern ein, die innerhalb einer Höhenlinie von nur 10m liegen. LA hat sechs Hochhäuser mit einer Dachhöhe zwischen 219 und 229m.  Das Figueroa at Wilshire vom Büro Albert C. Martins ähnelt in Farbe und Form etwas dem Frankfurter Messeturm, allerdings ohne die Eleganz der Spitze des wunderschönen Wolkenkratzers in Mainhattan. Wie bei einem postmodernen Gebäude typisch, spielt das Figueroa at Wilshire mit aus dem Baukörper sich herausschälenden geometrischen Formen.

City National Tower

Ebenfalls von Albert C. Martins sind die Zwillingstürme des City National Plaza konzipiert (der nördliche heißt Paul Hastings Tower, der südliche City National Bank Tower), jedoch sind sie fast 20 Jahre älter als das Figueroa at Wilshire, was man wiederum der Architektur der erstgenannten Hochhäuser ansieht, sind sie doch im Stile des International Styles konzipiert worden mit einem klaren Hochhauskubus, der dreimal für Serviceetagen unterbrochen wird und sonst eine glatte und dunkle Glasfassade hat. Wie bei allen höheren Wolkenkratzern der Downtown aus den 1970er hat auch hier sich Hollywood als Kulisse bedient und man findet das City National Plaza beispielsweise im „Omega Mann“ wieder.

Ritz-Carlton Los Angeles

Das Ritz-Carlton Los Angeles gehört zum Entertainment Komplex L.A. Live, der sich am Rande von Downtown am South Park District erschließt. Nach oben hin abgeschlossen wird der Komplex vom 54-stöckigen Hotel, das 1001 Zimmer anbietet und zwei Hotelketten beherbergt, das Ritz-Carlton und das JW Marriott. Der 2009 eröffnete blau schimmernde Wolkenkratzer misst 203m Höhe und entstammt dem Büro Gensler. Damit der schimmernde Effekt der Fassade entsteht wurden 34 verschiedene Sorten Glas verwendet.

Century Plaza Tower

Mit dem Century Plaza Tower verlassen wir die Downtown von Los Angeles und kommen zu seiner (16km weit entfernten) westlichen Alternative nach Century City. Auf dem ehemaligen Studiogelände der 20th Century Fox ist hier seit den 1960er Jahren ein eigener Geschäftsbezirk mit einigen Hochhäusern entstanden. Der Grund wurde vom Filmstudio verkauft, da es sich in den 1960er Jahren in einigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand. Die neuen Besitzer wollten hier eine neue City in der City errichten und die Skyline der Westside erstellen.
Die höchsten Wolkenkratzer dieses Gebiets, das ebenfalls wie Downtown in den 1970er Jahren in den Himmel wuchs sind die beiden Wolkenkratzer der Century Plaza Towers. Architekt Minuro Yamasaki ließ hier bis 1975 zwei Zwillingstürme bauen, die in ihrer Fassadenform sehr dem alten World Trade Center in New York ähneln, die ebenfalls von Yamasaki stammen. Sie haben aber einen dreieckigen Grundriss und sind mit 174m weitaus kleiner als die 412m des ehemaligen WTC.

Sun America Center

Das Sun America Center ist nach den Zwillingstürmen des Century City Plazas das nächsthöchste Bauwerk mit 163m. Es wurde von Johnson Fain geplant und 1990 eröffnet und hat die zu damaliger Zeit populäre Formgebung aus Rundungen und Kanten, wie sie beispielsweise auch bei den California Plaza Towers zu finden ist.

Los Angeles City Hall

Das vielleicht berühmteste Hochhaus der Stadt, mit Sicherheit aber das Älteste, ist das Rathaus von LA, die Los Angeles City Hall. Es wurde von den Architekten John Parkinson, John C. Austin und Albert C. Martin, Senior entworfen und war von 1928 bis 1964 das höchste Gebäude Kaliforniens mit immerhin 138m. Das Rathaus befindet sich in Downtown, aber etwas abseits der anderen Wolkenkratzer im Civic Center. Es war so lange die Dominante einer nicht vorhandenen Skyline lag daran, dass die Stadt Laos Angeles bis in die 1960er Jahre keine Hochhäuser über 150ft (=46m) erlaubte. Das diese Regel nicht auf das Rathaus zutraf, lag an seiner für die Bauzeit in den 1920er Jahren revolutionären Erdbebensicherung, die Erdstöße bis zu einer Stärke von 8,2 auf der Richterskala stand gehalten hätte. Bis heute ist es das höchste Bauwerk der Welt mit einer seismischen Isolierung. Das Haus wurde im damals sehr populären Art Deco Stil erbaut mit einer weißen Fassade aus Terrakotta und Granit. Noch mehr als andere Hochhäuser der Stadt war es als Kulisse in zahlreichen Filmen Hollywoods zu sehen, so unter anderem in „LA Confidental“, „Gangster Squad“ oder „Der fremde Sohn“, oder auch in Videospielen wie „Grand Theft Auto: San Andreas“.

5900 Willshire

Das Hochhaus 5900 Willshire ist das höchste Gebäude der Miracle Mile, einer Nachbarschaft in LA, die mit Museen wie dem LA County Museum aufwarten kann. Das 135m hohe Haus von William R. Perreira wurde 1971 eröffnet, einer Zeit in der scheinbar überall in der Stadt Hochhäuser erbaut wurden. Es findet seinen Weg in diese Aufzählung aber nur, weil es eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Torre Picasso in Madrid hat.

Geschichte von Los Angeles

Every city has it’s boom, but the history of Los Angeles is the history of booms” [Carey Mc Williams]

Am 4. September 1781 gründeten 44 Siedler in der Nähe der franziskanischen Mission San Gabriel die Gemeinde Los Angeles. Tatsächlich war es aber die folgenden Jahre recht einsam im Süden des heutigen Kaliforniens. Auf großen Farmen wurde Landwirtschaft betrieben und es gab etwas Handel mit von der Ostküste der USA kommenden Schiffen. Dem ein oder anderen Seemann muss die Gegend angenehm vorgekommen sein und er sah im wohltemperierten Klima dieses so weit abgelegenen Ortes die Möglichkeit, selbst Geld zu machen. Ein Beispiel dafür ist Abel Stearns, der in den 1820er Jahren aus Massachusetts hier landete und sich schnell zum Katholizismus der damaligen Einwohner bekehren ließ, denn Kalifornien gehörte bis 1848 zu Mexiko (und vor dessen Unabhängigkeit zu Spanien, mehr Details gibt es im Beitrag zur Geschichte Kaliforniens). Stearns ließ ein Warenhaus bauen, eröffnete eine Pferdekutschenverbindung und wurde in den 1840er Jahren Besitzer weiter Landflächen, die er zur Viehzucht nutzte. Der steigende Wohlstand im Norden Kaliforniens, durch den Goldrausch von 1849, erhöhte die Absatzmärkte von Vieh. Der Wirtschaftszweig florierte bis eine große Dürre in den 1860ern abertausende von Tieren dahinraffte und die ursprünglichen Rancheros in große wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte.
Sonst blieb das Örtchen Los Angeles von den Auswirkungen des Goldrausches im Norden des Bundesstaates kaum beeinflusst und hatte bis zu seiner Erlangung des Stadtrechts 1850 nicht mehr als 2.000 Einwohner. Trotzdem trug das seiner Zeit eher unbekannte Städtchen den Beinamen „Höllenstadt“, weil es einer der gefährlichsten Orte der USA war. So soll es im Los Angeles County pro Tag einen Mord gegeben haben und das bei einer Gesamtbevölkerung von 3.600 Einwohnern.
Der Ruf verschlechterte sich noch mit den chinesischen Massakern von 1871, als 20 Chinesen von einem wütenden weißen Mob getötet wurden. Ein rassistischer Hass auf die Chinesen war damals ein weitreichendes Phänomen in Kalifornien, wo es durch die pazifische Anbindung in jeder größeren Ansiedlung auch einige Asiaten gab, die häufig in ihren eigenen Vierteln lebten, wie ab den 1880er Jahren auch in Los Angeles. Das Chinatown befindet sich heute noch etwas nördlich der Innenstadt (für das es aber auch schon eine suburbanisierte Form gibt, das New Chinatown). Der größere Teil der Bevölkerung war über das landesweit Aufmerksamkeit erhaltene Massaker schockiert. Die kriminellen Machenschaften und die Rufschädigung wollte und konnte man nicht auf sich sitzen lassen und so gründete man Einrichtungen, wie das „Rebuild LA Committee“, welche sich für eine bessere urbane Zukunft von Stadt und Region einsetzten. Tatsächlich startete ab den 1880er Jahren ein Boom in Los Angeles. Noch 1880 war die Stadt auf Rang 187 im US-Zensus der größten Städte. Nur 40 Jahre später war es schon die größte Stadt im Westen des Landes. Wie konnte das passieren?

Anders als in San Francisco, in dessen Umgebung man Gold fand, waren schnelle Reichtümer aus der Erde hier nicht zu finden, sieht man von den begrenzten Erzvorkommen im Death Valley ab, das aber erstens weit entfernt war und zweitens bei weitem keine so große wirtschaftliche Strahlkraft hatte, wie das Gold und später das Silber das in San Francisco gehandelt wurde. Der schon angesprochene Niedergang der Vieh-Ranchs ab den 1860er Jahren, führte zu einer Umverteilung der Besitzverhältnisse, die für die weitere Entwicklung nicht unwichtig wurde. Neues Kapital kam aus San Francisco, wo die Besitzer der Silberbergwerke und der neuen transkontinentalen Eisenbahn erheblichen Reichtum angehäuft hatten und den nun ruinierten Weidelandbesitzer ihr Land abkauften. Es stand zur Debatte, was man mit den Landflächen am besten anstellen könnte. Es wurde Schafwirtschaft betrieben und später Weizen angebaut. Auch wenn man damit einige Zeit gute Profite einstrich, war dies keine Boomwirtschaft und die Gewinne waren überschaubar. Es musste sich also etwas ändern.
Die Voraussetzungen für den schnellen Aufstieg der Stadt lagen in der Eisenbahn und dem Bau einer zweiten kontinentalen Eisenbahnverbindung Kaliforniens von Los Angeles aus in Richtung New Orleans. Die Stadt sollte zu einem neuen Verkehrsknotenpunkt werden. Tatsächlich waren die ersten Jahre der Anbindung, keinesfalls als erfolgreich zu bezeichnen. Die lokale Landwirtschaft litt unter billig herangebrachten Produkten aus dem Osten. Die Eisenbahn sah sich in der Verantwortung, die Landwirtschaft in der Region zu stärken, wollte man weiterhin zahlreiche Güter von und nach Los Angeles transportieren und damit Geld machen. Der Anbau von Zitrusfrüchten war eine geeignete Lösung. Sie zog zahlreiche neue Investoren an, welche gleichzeitig den Wert des Landes steigerten. Mindestens ebenso wichtig war, dass man gleichzeitig ein angenehmes Image als mediterranes Paradies aufbauen konnte, wo die Früchte der Sonne wachsen. Daraus konnte wiederum der einsetzende Tourismus der Region gestärkt werden. Mit dem gestiegenen Interesse und sich verteuerndem Land, setze schließlich der Wirtschaftszweig ein, der den Boom in Los Angeles maßgeblich prägte, der Immobilienhandel. Innerhalb der Stadt, angefangen bei der lokalen Zeitung Los Angeles Times, über Banken und Landentwicklungsunternehmen, machten sich wirtschaftliche Akteure daran, ein Image der Stadt zu erschaffen, dass auf den Pfeilern: Sonnenschein und ewig gutes Wetter, keine lästigen Gewerkschaften (entsprechende Gesetze dazu wurden erlassen), sowie der Lebensweise traditioneller (konservativer) Werte abzielte. Das Wesen und die Arbeit der frühen franziskanischen Missionen wurde gepriesen und gefeiert, Südkalifornien und Los Angeles stellten das heile Traumland dar, in Zeiten der Massenverstädterung und des Elends der Arbeiterklasse, war hier eine gesunde Alternative am entstehen. Der Aufbau dieses Images war ein großes Zugpferd für die in Scharen kommenden sogenannten WASPs, weiße Protestanten angelsächsischer Herkunft, welche aus dem Mittleren Westen der USA immigrierten und sich hier ein besseres Leben erhofften.
Die Isolation Kaliforniens des am Rande liegenden Nirgendwo, wurde so allmählich aufgehoben und ersetzt durch das Bild eines reichen und gesunden Südkaliforniens, das noch heute ein Grundpfeiler der kalifornischen Identität ist. Mit Mike Davis, dessen Buch „The City of Quartz“ eine brillante Studie der Stadtgeschichte LAs ist, kann man erstaunt feststellen, dass Los Angeles tatsächlich damals schon eine Imagepflege betrieben hat, wie man sie in den letzten 30 Jahren nur von postindustriellen Städten kennt, die ein (neues) Bild von sich entwerfen müssen (weil die Industriestadt in Nordamerika und Europa ausgedieht hat). In LA tat man das in einer Zeit, als die Stadt noch gar keine Industrie hatte! Schnell wurden neue Städte und Siedlungen gebaut, die sich zu den drei bestehenden Städten Los Angeles, sowie San Buenaventura und San Bernadino zugesellten, wobei klar war das Los Angeles der Kern des neuen urbanen Gebietes war.
Die Landwirtschaft erlebte den erhofften großen Aufschwung und bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich Südkalifornien zum ertragreichsten Gebiet der USA. Durch den nicht versiegenden Strom von neuen Siedlern, erhielt die Bodenspekulation auftrieb, ein Geschäftsfeld das von damals bis heute maßgeblich zum Aussehen und zur Ausbreitung des heutigen LAs beigetragen hat. Schon 1860 stellten übrigens Beobachter fest, in der Stadt gebe es eine höhere Dichte an Immobilienmaklern als irgendwo sonst auf der Welt.
Die konjunkturelle Schwächeperiode der 1890er Jahre zeigte die wirtschaftlichen Schwachpunkte der Region auf, die ganz auf Bauwirtschaft und Immobilien gegründet war. Konsequenterweise wurde in deren Folge ab 1900 verstärkt auf ein bisher nicht vorhandenes industrielles Wachstum gesetzt, dessen Beispiel der nordostamerikanische American Manufacturing Belt gab. Bis 1920 wandelte sich Los Angeles so, zur einer Industriestadt, wenngleich noch auf bescheidenem Niveau. Es etablierte sich die Ölindustrie, bedingt durch Ölfunde im Umland, die neu entstehende Filmindustrie, welche im klimatisch vorteilhaften LA perfekte Bedingungen antraf und die Flugzeugindustrie, die vor allem auf private Initiativen von Unternehmern wie der Loughead Brüder (Lockheed) und Donald Douglas entstand.

Von essentieller Wichtigkeit für den weiteren Aufstieg der Stadt war daher das Schaffen geeigneter Infrastruktur. Mit der Fertigstellung des Los Angeles Aqueducts 1913 und weiterer Trinkwasserverbindungen wurde die wachsenden Stadt mit notwendigem Trinkwasser versorgt. Der Ausbau des Hafens war eine weitere Notwendigkeit und so wurde 1907 der Port of Los Angeles eröffnet.
Zum Wachstum der Stadt gehörte das damals überragend dichte Nahverkehrsnetz der „Red Cars“, das eine intensive, aber nur kurze Geschichte hatte, denn keine andere Stadt der Welt erfuhr so zeitig eine massenhafte Automobilisierung wie Los Angeles, die wiederum zu einer kontinuierlichen Abschaffung der gerade erst eingerichteten Straßenbahnen führte, deren Zahl sich von 1924 bis 34 halbierte, während die großen Boulevards, Figeroua, Pico, Western, Olympic, Wilshire und Sunset breit ausgebaut wurden, um die neue Verkehrslast bewältigen zu können. Schon 1925 gab es in keiner anderen amerikanischen Großstadt so viele Autos wie in LA und die Stadt entwickelte sich von da an, zur weltweit massivsten Autofahrerstadt. 1924 zählte man 310.000 Autos, die täglich in die Stadt hineinfuhren und die Kreuzung Adams/Figueroa Street war mit fast 70.000 Fahrzeugen pro Tag, der verkehrsreichste Punkt der USA. Damals kam ein Auto bereits auf 1,6 Einwohner! Eine Rate auf welche die USA insgesamt erst in den 1950er Jahren kommen sollte. 1940 schließlich wurde der Arroyo Seco Parkway eröffnet, der erste Autobahnabschnitt, der Downtown und Pasadena verband und damit den ersten Teil des komplexen und ständig vollen Autobahngewirrs der Region darstellt (heute gibt es in Greater LA mehr Autos als in ganz Russland!).
Tatsächlich führte die Möglichkeit und die breite Nutzung des wachsenden Individualverkehrs zu einer Abwertung der Downtown innerhalb von Los Angeles. Wurden 1920 noch 90% des Einzelhandels hier durchgeführt, sank diese Rate bis 1950 auf lediglich 17%. Die Autostadt LA ist damit fast schon genetisch mit der Suburbanisierung und ihrer ständig weiteren Dezentralisierung verbunden. Mit dem Bedeutungsverlust der Downtown folgte der Aufstieg der Westside, die sich als Zentrum einer neuen städtischen Elite der Filmwirtschaft etablierte.

Die Migrationströme die sich sich in Los Angeles ansiedelten bekamen im Laufe der Jahre neue Quellen. Mexikanier, aber auch Japaner und Süd- bzw. Osteuropäer immigrierten in die bis dato fast ausschließlich von WASP dominierte Stadt (Indianer spielten schon lange keine Rolle mehr). Los Angeles entwickelte sich zu einem multi-ethnischen Schmelztiegel an der Westküste, der aber mit scharfen ethnischen Separierungen einherging. Tatsächlich waren diese Separierungen ein Ergebnis der Immobilienindustrie. Es waren insbesondere weiße Hausbesitzer, die sich in eigenen „Communities“ versammelten, die darauf bedacht waren, dass der Preis für Grund und Boden wertvoll blieb, was augenschienlich heißen musste, dass nur andere Weiße als geeignete Nachbarn akzeptiert waren. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten sich Eigentümergemeinschaften, denen nicht nur darum ging Verbesserungen in und für die Nachbarschaft zu erzielen, sondern vor allem auch darum Nicht-Weiße oder Latinos aus ihrem Gebiet herauszuhalten.
Durch die schon erwähnte Dezentralisierung LAs wurde aus dem Wachstum der Stadt, dass Wachstum des Umlands von Los Angeles, wo schon in den ersten zwei Dekaden des 20.Jahrhunderts 40 neue Städte gegründet wurden, die sich polyzentrisch um die Stadt verteilten. Damals war dies noch zum Großteil dem Auffinden von Ölvorkommen geschuldet. Das Ergebnis das schon in jener Zeit zu Tage trat, lässt sich in den Worten von Edward W.Soja und Allen J. Scott folgendermaßen beschreiben: „Die Ölraffinerie, das Automobil, der Flughafen, das Filmstudio, die Gemeinden an den Stränden und in den Bergen, die Arbeitersiedlungen der Immigranten, das Industriegebiet und der Allzwecktourismus – sie alle spannten die Stadt gleichsam auf und ließen damit eine umfassende Pluralität urbaner Orte und Erfahrungen entstehen“ (aus: Schwentker; S. 288).
Die Stadt Los Angeles gemeindete ab den 1920er Jahren zahlreiche umliegende Gebiete (wie bspw. Venice oder Watts) ein und erhielt so ihre heutige Form. Einige Gemeinden konnten sich jedoch ihre Eigenständigkeit erhalten, so wie Beverly Hills und Santa Monica, was den etwas eigenwilligen Grundriss der Kernstadt in der heute riesig ausfransenden urbanen Agglomeration Los Angeles ausmacht. Den flächenmäßig größten Zuwachs machte die Stadt aber schon 1915, als es das San Fernando Valley kaufte und damit ihre Größe verdoppeln konnte. Zum Zeitpunkt des Kaufs noch ein übersichtliches Gebiet mit Farmen, wurde das Tal besonders nach dem 2. Weltkrieg zu einem der zentralen Baustellen des neuen „LA suburbia“ mit ihren typischen Einfamilienhäusern, kleinem Garten und Pool, breiten Boulevards und Einkaufszentren.
Der Wachstumsboom setzte aber bereits in den 1920er Jahren ein, als außergewöhnlicher Bevölkerungsschub Los Angeles erfasste. Die Bevölkerung des LA Countys verdoppelte sich von einer auf zwei Millionen Menschen in dieser Dekade, in welcher Los Angeles 1928 zum ersten Mal Ausrichter von Olympischen Spielen wurde. Auch wenn die Große Depression ab 1929 den Zuzug milderte, verschwand er in den 1930er Jahren nicht. Bis 1940 wurde bereits der komplette Südwesten des LA Countys (das LA County hat eine Größe von 12.308 km², das entspricht fast 80% des Landes Schleswig-Holsteins) besiedelt. Insbesondere Industriearbeiter zogen in die Region, in welchem der sekundäre Wirtschaftssektor das gleiche Wachstum erreichte, wie das in jenen Jahren noch expandierende Detroit. 1935 war Los Angeles die fünftgrößte Industrieregion in der USA, ein Fakt, den man mit der Stadt bis heute eigentlich gar nicht verbindet. Neben den Produzenten der Träume in Hollywood (deren tatsächliches Arbeitskraftpotential nicht zu überschätzen ist), der Ölindustrie und dem Flugzeugbau waren ebenfalls die Zulieferindustrie für Fahrzeuge, der Reifenbau, die Möbelherstellung und die Kleidungsindustrie große hier ansässige Branchen. Die neuen und zumeist billigen Industriearbeitsplätze wurden zum Teil auch von der „dust bowl“ Migrationen besetzt, den sogenannten Okies, welche aber hauptsächlich ins Great Valley zogen, oder aber von ausländischen Immigranten und schwarzen Amerikanern.
Der 2. Weltkrieg und die einsetzende Kriegsproduktion führten zu einem erneuten kräftigen Wachstum. Man kann davon sprechen das Los Angeles eine ganz eigene Form des Keynesianismus bekam, denn staatliche Militärausgaben wurden im großen Maße in Südkalifornien investiert (und somit die Region quasi vom Bundesstaat subventioniert). Militärbasen und die Luftfahrtindustrie entwickelten sich zu blühenden Wirtschaftszweigen, die noch bis weit nach dem 2. Weltkrieg die Wirtschaft ankurbelten und in deren Nachgang zum Aufstieg der Raumfahrtindustrie führte. Dieser neue industrielle Schub beflügelte natürlich auch den weiteren Ausbau der Stadt und damit auch das Kerngewerbe der Stadt, den Immobilienboom.
Bis 1970 wuchs nicht nur das Los Angeles County von drei auf sieben Millionen Einwohnern an, sondern auch die schon darüber hinausgewachsene Agglomeration von Vorstädten breitete sich auf andere benachbarte Countys aus. Insbesondere das südlich gelegene Orange-County verzehnfachte seine Einwohnerzahl in diesen drei Dekaden auf 1,4 Millionen Einwohner. Los Angeles erlebte eine Suburbansierung, daher eine sich in der Fläche ausbreitende Verstädterung die das städtische Kerngebiet räumlich weit hinter sich lässt, wie sie in dieser Form niemals vorher auftauchte. Der Häuserbau ging quasi durch die Decke (wobei man dies eher horizontal sehen müsste). Allein im San Fernando Valley entstanden 1947 über 10.000 neue Wohnhäuser. Hier machte sich der Unternehmer Henry J. Kaiser einen Namen und ein Vermögen, als er preiswerte Fertighäuser vielen, von staatlichen Programmen begünstigten, Kriegsveteranen verkaufen konnte. Das 1950 begonnene Lakewood, östlich von Long Beach war eine nur innerhalb von drei Jahren entstandene Mustersiedlung der Suburbanisierung auf der 17.500 Häuser für 57.000 neue Einwohner entstanden.

Los Angeles schien die Träume aller Immobilien-Käuferschichten erfüllen zu können, ausgenommen vielleicht man gehörte einer der großen Minderheiten an, wie den Mexikanern oder Schwarzen. Diese lebten zunehmend abgekapselt in ihren eigenen Vierteln, wie beispielsweise in East Los Angeles, in dem noch heute 87% der 124.000 Einwohner sich zur ethnischen Gruppe der Latinos zählen (ein interessanter Fakt ist, das East LA eine unincorporated area ist, also ein gemeindefreies Gebiet, dass sich nicht selbst verwalten darf). Wie schon erwähnt, war es nicht einfach möglich für Minderheiten sich in rein Weißen Gebieten anzusiedeln, da diese Mittel und Methoden (auch die Zuhilfenahme des Ku Klux Klans) wählten, um möglichst die Reinheit (in rassischer Sichtweise) und damit die finanzielle Attraktivität ihres Viertels zu bewahren.
Diese Spannungen bleiben nicht ohne Konflikte. Schon 1943 kam es zu den Zoot Suit Unruhen, zwischen in LA stationierten Soldaten und zumeist mexikanisch-stämmigen Jugendlichen. Seit der Zeit des 2.Weltkriegs zogen in einem bisher in dieser Größenordnungen nicht gekannten Ausmaß schwarze Amerikaner nach Los Angeles, da sie hier, beispielsweise in der Luft- und Verteidigungsindustrie, nicht von Rassendiskriminierung betroffen waren. Rund 600.000 Afro-Amerikaner siedelten sich in der Wachstumsmaschine Los Angeles an, wo es für die nicht-Weißen Neuankömmlinge jedoch räumlich immer weniger Platz gab. Sie zogen meistens nach South Central LA, wo viele weiße Siedler daraufhin ihre Wohnquartiere aufgaben und in die gerade nach dem 2.Weltkrieg wie Pilze aus den Boden schießenden Vororten umzusiedeln.
Die Gestaltung der Stadt obliegt somit zunehmend den Besitzern von Wohneinheiten (aber keinesfalls den wenngleich nicht zahlreichen Mietern), welche für die Verbreitung des sich ausufernden Großraums LA verantwortlich sind. Die immer weiter in die Fläche hinauswachsende Stadt wird zu dem Markenzeichen des Großraums Los Angeles. Den neuen Hausbesitzern wird administrativ dazu der Weg geebnet, indem neue Vorort-Ansiedlungen steuerlich besser gestellt wurden, als größere städtische Verwaltungseinheiten. Das führte wiederum zu einem weiteren Entstehen und Auswachsen neuer Siedlungen im Großraum Los Angeles, während die Kernstadt potentiell kräftige Steuerzahler an diese neuen, sogenannten „minimal cities“ im Umland verlor und gleichzeitig mit finanziell schwächeren Gruppen bzw. niedrigeren Steuerzahlern zurückblieb. Ein weiterer Effekt dieser Entwicklung war die Manifestierung einer Ideologie des Anti-Bürokratismus und des Anti-Wohlfahrtstaates, die besonders von den Wohneigentumsgemeinschaften getragen wurde, denen es um die Maximierung der lokalen Vorteile ging. Dies trieb letztendlich auch die Segmentierung der urbanen Landschaft voran und ließ eine Bevölkerung in der Kernstadt zurück, die allerdings wiederum immer stärker auf öffentliche Funktionen angewiesen war.
Ein weiterer Faktor für die Zersiedlung der Stadtregion war die zunehmende Bedeutung der Hochtechnologie, wie der Elektrotechnik, die sich geografisch vom zentralen Industriekern der Stadt entfernte und sich beispielsweise im Orange County ansiedelte, wo wiederum zumeist Weiße Arbeitskräfte wohnten. Diese Trennung der Ethnien wurde (und ist) für Los Angeles zu einem Dauerproblem. Ein weiteres Beispiel lässt sich 1965 bei den Watts Rebellion aufzeigen, den bis dato gewalttätigsten städtischen Aufruhr in der US-Geschichte mit 34 Toten und über 1.000 Verletzten in sechs Tagen Ausnahmezustand.
Der Boom der Region LA schwächte sich in den 1970er Jahren etwas ab. Weitere Zuwächse gab es nun weniger in der Stadt Los Angeles oder im County, als mehr in den benachbarten Countys, weshalb Soja und Scott vom Übergang „einer Phase der großflächigen Suburbanisierung der Stadt zu einer Periode der breit angelegten Suburbanisierung der gesamten Region“ (S. 294) sprechen. Gelegentlich wird dieser Prozess als „Posturbanisierung“ bezeichnet. Was auch immer man für einen Begriffe gebraucht, einzigartig an der Entwicklung von Los Angeles ist nicht der Fakt, dass der Großraum sich zu einer Megacity entwickelte, sondern das dieses massive Wachstum auch nach 1960 nicht verschwand. Los Angeles wurde zur letzten boomenden Mega-City der voll industrialisierten Welt der USA oder Europas, wo städtische Großräume nur noch langsam weiter wuchsen oder sogar wieder abnahmen (freilich im Gegensatz zu den neuen Boomstädten in Asien oder Lateinamerika, die von da an erst zu boomen begannen und in Anzahl und Einwohnerzahl der 1.Welt heute den Rang abgelaufen haben).
In der Innenstadt, der Downtown von Los Angeles, kam es ab den 1970er Jahren zu einer Neugestaltung, im bis dahin nicht wirklich als Kern der Stadt empfunden Bereich. Neue ökonomische Branchen wie Versicherungen oder die Finanzwirtschaft investierten in einem Hochhausboom in Downtown. Die Stadt bekam in wenigen Jahrzehnten die größte und höchste Skyline der Westküste. Parallel dazu entstand an der Westside, dem alternativen Stadtzentrum ein weiterer Verdichtungsraum aus Hochhäusern, die Century City (das auf dem ehemaligen Außenstudiogelände der 20 Century Fox Filmstudios gebaut wurde). Die 1980er Jahre, in welchem die Stadt ein zweites Mal die Olympischen Sommerspiele ausrichten durfte (allerdings bewarb sich für die Spiele seinerzeit auch niemand anderes, weil es ein sehr unsicheres finanzielles Unterfangen war, weshalb man bei den Spiele von 1984 erstmals massiv auf eine Kommerzialisierung des Ereignisses abzielte), waren geprägt von einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung, obwohl Jobs in der Industrie im Niedergang waren. Es verstärkte sich der Trend der Separierung zwischen einem gut bezahlten und hochqualifizierten Arbeitsmarkt und der rasant anwachsenden Gruppe von Niedriglohnjobs. In diesen fanden sich Mexikaner wieder, insbesondere sogenannte „Illegale“, daher Menschen, die ohne gültige Papiere eingewandert sind. Der wirklich lesenswerte Roman „America“ von T.C. Boyle erzählt recht eindrucksvoll vom Leben in LA in den 1990er Jahren und der Frage der illegalen Einwanderung und Migration. Zweifellos ist die Migrationswelle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch vielfältiger geworden, als je zuvor und macht Los Angeles heute zu einer, wenn nicht der, ethnisch vielfältigsten Metropolen der Welt. Waren 1970 noch 70% der Einwohner angelsächsischer Herkunft, so waren es 1990 bereits 60% nicht-angelsächsischer Herkunft. Dabei spielt gleichfalls die Zuwanderung aus Asien eine Rolle, die rund 10% der Einwohner im LA County stellen, während in den letzten Jahrzehnten aber eine Re-Latinisierung (es darf nicht vergessen werden, dass die ersten Einwohner der Stadt bekanntlich Spanier und dann Mexikaner waren) maßgeblich für die Veränderung von Los Angeles ist, mit einem gewaltigen Anteil an neuen Einwohnern aus Mexiko und weiteren Ländern Lateinamerikas.
Das Bild der Stadt in den letzten dreißig Jahren ist jedoch nicht wirklich immer ein Glanzvolles gewesen. Der immer noch zunehmenden Autoverkehr führte schon seit den 1970er Jahren zu Problemen mit Smog, neben dem fast endlosen Staus der Stadt (in keiner Stadt der Welt steht man häufiger als in LA). Deshalb investiert man seit den 1990er Jahren wieder verstärkt in den schienenbezogenen Nahverkehr mit dem Bau eines neuen Stadt- bzw. U-Bahnsystems. Obwohl dabei viele Milliarden Dollar investiert wurden, ist der Erfolg überschaubar. Zum einen liegt dies daran, dass ein Untergrundbahnsystem in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet äußerst kostenintensiv ist, zum anderen aber auch an der starken Zersiedlung des Stadtgebiets und dem damit verbundenen Umstand das nicht nur lange Distanzen zurückgelegt bzw. gebaut werden müssen, sondern auch das Haltestellen zu Fuß in einer ausgetretenen Siedlungsstruktur einen geringeren Einzugsbereich haben.
Gleichfalls sind es soziale Konflikte, die in Los Angeles immer wieder hochkochen, wie bei den Unruhen von 1992. Auslöser, dieser wiederum größten Rassenunruhen in der Geschichte der USA, war der Freispruch von vier (weißen) Polizisten, die den Afroamerikaner Rodney King auf offener Straße misshandelten und dabei gefilmt wurden. Nach dem als skandalös empfundenen Urteil kam es vom 29.April bis zum 2.Mai zu solch gewalttätigen Ausschreitungen, dass 53 Menschen dabei starben und weit über 2.000 verletzt wurden.
Ein weiteres Problemfeld der Stadt ist die hohe Bandenkriminalität, die einige Stadtteile – insbesondere nachts – zu einer wenig empfehlenswerten Destination machen. So ist zum Beispiel die Mordrate in Compton sechsmal höher, als die des Bundesdurchschnitts der USA (die bekannterweise auch nicht die niedrigste der Welt ist).
Trotzdem etabliert sich Los Angeles im 21. Jahrhundert als Wirtschafts- und Kulturstandort nicht nur der Westküste der USA, sondern im verstärkten Maße auch im pazifischen Maßstab. Während Disneyland oder die Filmstudios immer noch die großen Magneten für Besucher sind, etablieren sich Museen und Galerien, nicht nur in der Westside, sondern auch in Downtown. Auch wenn die Stadt versucht sich herauszuputzen, so wie bei der Walt Disney Concert Hall, bleibt Los Angeles keine wirklich schöne Stadt, aber der kurze Blick in die Geschichte hat gezeigt, dass sie eine wahrlich spannende City ist und wohl auch bleiben wird.

Empfohlene Literatur:

Davis, Mike „City of Quartz“; 1992

Edward W.Soja und Allen J. Scott „Los Angeles 1870 – 1990“, in: Wolfgang Schwentker (Hrsg.) „Megastädte im 20. Jahrhundert“; 2006

urban facts Los Angeles

Allgemeine Daten:

Einwohner (Ballungsraum)

Stadtgebiet: 3.976.322 (2016)
Metro Area: 12.828.837

Einwohnerentwicklung

Stadt +4,8% (2010-2016)
Metro Area: +3,7% (2000-2010)

Fläche

Stadt: 1.302 km² (davon 1.214km² Land und 88 km² Wasser)
Metro Area: 12.562 km²

Bevölkerungsdichte

Stadt: 3.275 Einw./km²
Metro Area: 1.025 Einw/km²

Koordinaten

34°03´N
118°15´W

Geographische Höhe

93m
tiefster Punkt: 0m
höchster Punkt: 1.547m (Mt. Lukens) jeweils im Stadtgebiet

Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr

379 mm / 35,7 / 3254

Fluss

Los Angeles River (mündet hier nach 77km in den Pazifik)

Infrastruktur:

Bürgermeister

Eric Garcetti (seit 2013, Demokrat)

Verwaltungstechnische Bedeutung

Charter City

Anzahl Besucher im Jahr

42,9 Mio. im LA County (2016)

Platz in der Mercer-Studie

58. (2017)

Global City Status

Alpha (3. höchste Kategorie)

Flughafen

Los Angeles International Airport (LAX; eröffnet 1937; 80,9 Mio; PAX 2016; 2.größter Flughafen USA; 4. größter weltweit ; 4 Landebahnen, 9 Terminals; 20km SW der Innenstadt)

ÖPNV

Metro: 6 Linien (2 U- 4 S-Bahn) auf 137km mit 80 Stationen, eröffnet 1990 (U-Bahn 1993)
Bus: 191 Linien auf 2306km Linienlänge (3 Arten: Metro Local – Orange, Metro Rapid – Rot, Metro Express – Blau)

ÖPNV Eigentümlichkeiten

LA hatte ab 1873 bereits eine erste Pferdebahn und in den 1930er Jahren ein großes Straßenbahnnetz mit rund 1.900km Liniennetz, 1963 komplett stillgelegt bedingt auch durch großen amerikanischen Straßenbahnskandal

Entfernung nach…

San Diego LL: 180km (Auto: 1h50min; Bahn: 3h)
San Francisco LL: 560km (Auto: 5h 45min; Bus: 7h45min)
Chicago LL: 2800km (Auto: 29h, Bus: 43h)
New York LL: 3940km (Auto: 40h, Bus: 66h)

Kultur / Geschichte:

Anzahl Universitäten

3 staatliche Unis:
California State University Los Angeles (CSULA; gegründet: 1947; 21.000 Studenten)
California State University Northridge (CSUN; gegründet 1958; 33.000 Studenten)
University of California, Los Angeles (UCLA; gegründet: 1919; 43.000 Studenten)
privat (Auswahl):
University of Southern California (USC; gegründet 1880; 36.000 Studenten)
Loyola Marymount University (LMU; gegründet: 1911; 8.800 Studenten)

Anzahl Museen

99 allein in City of LA + 133 im LA County

Sportvereine der Stadt

Football:
LA Rams: gegründet 1937 in Cleveland, von 1946-94 in LA, dann in St.Louis, seit 2016 wieder in LA; 1x Superbowl Sieger (99); Ø-Zuschauer: 59.379 (nach 4 Heimspielen 2017) @ LA Memorial Coliseum (93.607)
LA Chargers: gegründet 1960 in LA, von 1961 bis 2016 in San Diego, seit 2017 wieder in LA; 1x runner up im Superball 1994; Ø-Zuschauer: 25.308 (nach 5 Heimspielen 2017) @ StubHub Center (27.000)
ab 2020 spielen beiden Mannschaften im neuen Football Stadion in Inglewood
Basketball:
LA Lakers: gegründet 1946 als Detriot Gems, von 47-59 in Minneapolis, seit 1960 in LA, 16 Meisterschaften, Ø-Zuschauer (2016-17): 18.949 @ Staples Center (19.060)
LA Clippers: gegründet 1970 als Buffalo Braves, 1978-84 San Diego Clippers und seit 1985 in LA, Ø-Zuschauer: 19.088 (16/17) @ Staples Center (19.060)
Eishockey:
LA Kings: gegründet 1966 in LA; 2x Stanley Cup Sieger, Ø-Zuschauer (16/17): 18.204 @ Staples Center (18.118)
Anaheim Ducks: gegründet 1993: 1x Stanley Cup Sieger; Ø-Zuschauer (16/17): 15.942 @ Honda Center (17.147)
Baseball: LA Dodgers: gegründet 1883 als Brooklyn Atlantics, seit 1932 Brooklyn Dodgers, 1958 Umzug nach LA; 6x WorldSeries Sieger, Ø-Zuschauer (2017): 46.492 (bei 81 Heimspielen!) @ Dodger Stadium (56.000)
Fußball: LA Galaxy: gegründet 1995, 1x CONCACAF CL Sieger, 5x Meister, 2x Pokalsieger; Ø-Zuschauer (2017): 22.246 @ Stub Hub Center

Tageszeitung der Stadt (Auflage)

LA Times (Erstausgabe: 1881; Auflage: 629.000 Mo-Sa; 945.000 So)

Erste urkundliche Erwähnung

4.9.1781

Gegründet von:

(Neu-)Spanier

Großstadt seit

1900

Meisten Einwohner im Jahr

heute

City Branding

LA, City of Angels, La La Land, City of Flowers and Sunshine, The Big Orange, Southland

Wirtschaft / Attraktivität:

Sehenswürdigkeit Nr.1

Hollywood

Architektonisches Highlight

Wal Disney Concert Hall

Prachtstraße

Rodeo Drive

Höchstes Gebäude

Wilshere Grand Center (334m)

Meist fotografierte Gebäude

Downtown LA

Konzernzentralen von

Unterhaltungsindustrie:
20 Century Fox, Dreamworks, Paramount Pictures, The Walt Disney Company, Warner Bros.
Weitere Konzerne:
Mattel (Spielzeug), Unocal (Petrochemie),

Anzahl Pendler

471.000 pendeln ins LA County täglich ein (2013)

Straftaten auf 100.000 Einwohner

408 (Gewaltverbrechen) dabei 6,7 Morde; 2269 (Diebstahl) auf je 100.000 Einwohner (2013)

Verfügbares Einkommen im Haushalt

64.300 $

Arbeitslosenquote

8 %

Bevölkerungsentwicklung:

1781

1800

1820

1836

1850

1870

1880

1890

1900

1910

44

315

650

2.228

1.610

5.728

11.183

50.395

102.479

319.198

1920

1930

1940

1950

1960

1980

1990

2000

2010

576.673

1.238.043

1.504.277

1.970.358

2.479.015

2.966.850

3.485.557

3.694.820

3.792.621