urban facts Essen

Einige Daten und Fakten zur Stadt Essen

 

Allgemeine Daten:

[table th=“0″]
Einwohner (Ballungsraum),“569.884 (Ruhrgebiet: 5,1 Mio.)“,
Einwohnerentwicklung,“2012-2013: +0,53%“,
Fläche,“210 km²“,
Bevölkerungsdichte,“2710 Ein. pro km² “
Geographische Höhe,“116m üNN (höchster Punkt: 202m, tiefster Punkte: 26m)“
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr,“934 mm / 142 / 1424″
Fluss,“Ruhr, Emscher“
KfZ-Kennzeichen, E[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeister,“Reinhard Paß (SPD)“
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Stadtkreis, sowie Sitz des Regionalverbandes Ruhr“
Anzahl Besucher im Jahr,“Rund 1,3 Mio. Übernachtungen pro Jahr“,
Flughafen,“Nächster Flughafen ist in Düsseldorf“
ÖPNV,“Stadtbahn (U-Bahn) eröffnet 1977; 3 Linien mit 21,5km Länge~~Straßenbahn: eröffnet 1893; heute 7 Linien auf 52,5km bei 83 km Linienlänge~~3 Linien (S1, S2, S6) der S-Bahn Rhein-Ruhr (676 km) verkehren von oder durch Essen~~51 Buslinien~~Tagesticket kostet 6,50€ (2014)“
Entfernung nach…,“Berlin (530km; Auto: 4h50min; Bahn: 3h50min)~~Amsterdam (200km; Auto: 2h10min; Bahn: 2h20min)~~Paris (535km; Auto: 5h10min; Bahn 6h)~~Dresden  550km (Bahn: 6h15min; Auto: 5h25min)~~~~nächster Ort über 500.000: Düsseldorf 35km~~nächster Ort über 1.000.000: Köln 72km“[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Universität,“Universität Duisburg-Essen (gegründet 1972 als Universität-Gesamthochschule Essen, 2003 mit Duisburg fusioniert; 39.000 Studenten) ~~Folkwang-Universität (1927 als Folkwang Schule für Musik gegründet; 1.500 Studenten)“
Anzahl Museen,“24″
Größte jährlichen Feste,“ExtraSchicht – Nacht der Industriekultur (im gesamten Ruhrgebiet)~~Essen.Original (Musikfestival im Sommer mit ca. 200.000 Gästen)~~Ruhrtriennale (internationales Kunstfestival)“
Sportvereine der Stadt,“Fußball:~~Rot-Weiß Essen (gegründet: 1907; 1x Dt.Meister, 1xDFB-Pokalsieger; Ø-Zuschauer (12/13): 8.008 @ Stadion Essen)~~Schwarz-Weiß Essen (gegründet: 1887; 1xDFB-Pokalsieger, Ø-Zuschauer (12/13): 273 @ Uhlenkrugstadion)~~Handball:~~TUSEM Essen (3xDt.Meister, 3xPokalsieger, 3xEuropapokalsieger; Ø-Zuschauer: 1.515 @ Sporthalle Am Hallo)“
Zeitung,“Westdeutsche Allgemeine Zeitung; Auflage 397.000 (2009); größte regionale Tageszeitung Deutschlands“
Erste urkundliche Erwähnung,“845 (seit 1244 Stadtrecht)“
Großstadt seit,“1896″
Das entscheidende Jahrhundert,“Im 19.Jh. beginnt durch Kohlebergbau und Stahlindustrie der Aufstieg der Stahlstadt Essen“
Meisten Einwohner im Jahr,“1963 (731.994)“
Kneipenstrasse:,“Die Rü: Rüttenscheider Str.“
City Branding,“Krupp- und Stahlstadt (veraltet)“[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Zeche Zollverein“
Architektonisches Highlight,“Thyssen-Krupp Konzernzentrale“
Höchstes Gebäude,“RWE-Turm (127m)“
Anzahl Starbucks,“3″
Konzernzentralen von:,“Thyssen-Krupp (160.000 Mitarbeiter weltweit) – Evonik (33.000 Mitarbeiter) – steag (6.000 Mitarbeiter) – RWE (66.000 Mitarbeiter) – Aldi Nord (23.000 Mitarbeiter allein in Deutschland) – Karstadt (16.000 Mitarbeiter in Deutschland) – Deichmann (35.000 Mitarbeiter) – Hochtief (80.000 Mitarbeiter weltweit)“
Anzahl Pendler,“139.000 werktäglich“
Mindestbetrag  der am Bankautomaten (Sparkasse) angezeigt wird,“10€“
Straftaten auf 100.000 Einwohner,“10.111″
Verfügbares Einkommen,“19.065€ (Ruhrgebiet:17.783€; NRW: 19.682€)“
Arbeitslosenquote,“13,3% (9.2013)“[/table]

Essen

Geschichte Essensurban facts Essen

Als Kind stellte ich verwundert fest, dass es einen Ort auf der Welt gibt der genauso hieß wie die Nahrungsaufnahme und freute mich darüber, dass dort wohl gern gespeist wurde. Später konnte ich dann die Lage des Ortes einordnen und bemerkte dass er Mitten im Ruhrgebiet lag und alle die schon mal davon hörten, oder gar mal dort waren versicherten mir, dass es sich dabei um keinerlei schöne Gegend handeln würde. Mich selbst faszinierte immer etwas der Gedanke in eine Gegend zu kommen, die so viele Einwohner auf begrenztem Raum hat, denn das Ruhrgebiet hat mehr als 5 Millionen. In Deutschland gibt es dafür keinen Vergleich, nur Berlin hat annähernd einen solchen Ballungsraum zu bieten und doch ist das Ruhrgebiet ganz anders. Denn hier liegen einfach mehrere Städte dicht aneinander, es gibt kein Zentrum, sondern nur ein Straßengewirr, unzählige Bahnverbindung und die Feststellung dass die Ruhr selbst nur am Rande des Ruhrgebietes verläuft. Doch steigt man einmal auf eine der zahlreichen Bergbauhalden und schaut ins Land, so stellt man verwundert fest, dass man zwar zahlreiche Schlote und Fabriken erkennt, aber dazwischen immer so viel Grün ist, dass die Städte nur schwer auszumachen sind. Das Ruhrgebiet wirkt hier gar nicht wie ein Großstadtmoloch, sondern wie eine Ansammlung von Industrieörtchen, deren Landmarken ihre Fabriken und deren Abraumhalden sind.

Essen liegt im Zentrum des Ruhrgebiets und gleich vorweg muss man natürlich sagen, dass es hier keinen Kölner Dom gibt, es gibt auch keinen Reichstag oder andere Gebäude von internationalem Rang und wirklich schön ist es auch nicht auf dem ersten Blick, aber wer nur ein ganz wenig mehr sieht und sich etwas Zeit nimmt, nicht nur die A40 langzufahren, der wird äußerst angenehm überrascht sein, was für eine vielfältige und interessante Stadt Essen ist. Zwischen Emscher im Norden und Ruhr im Süden gelegen, ist die Kommune eine ehemalige Stahlstadt. Noch heute hat Thyssen-Krupp seine Konzernzentrale hier, ebenso wie die großen Unternehmen Evonik, steag oder RWE, die Händler Aldi-Nord, Karstadt und Deichmann oder der Baukonzern Hochtief. Allerdings gibt es keinerlei Kohlezechen oder Stahlwerke mehr. Nach den Zerstörungen des 2.Weltkrieges und der Kohlenkrise der 1950er Jahre erlebte Essen, wie große Teile des Ruhrgebietes, einen massiven Strukturwandel, der nicht immer erfolgreich verlief. Essen ist aber heute eine Dienstleistungsstadt und ein kulturelles Zentrum. Nicht grundlos war die Stadt Europas Kulturhauptstadt 2010 und natürlich ebenso nicht ohne Grund, wurde dabei das gesamte Ruhrgebiet mit einbezogen. Ich habe lange überlegt, ob man das Ruhrgebiet nicht als eine einzige riesige Stadt betrachten sollte, aber bei allen Ähnlichkeiten (wie geschichtlicher Aufstieg, Lage, Faszination für den Fußball etc.) gibt es doch erhebliche Unterschiede, weshalb hier Essen nach Duisburg die zweite Stadt im sogenannten Pott ist, die etwas näher betrachtet wird.

Erstmals in Essen war ich 2006 und seitdem war ich immer wieder gern vor Ort, sei es zur Loveparade 2007 gewesen (deren Dimensionen einer Massenveranstaltung ich seitdem nie wieder solch geballter Form sah) oder bei Besuchen von Freunde. Dabei ist Essen mehr als „nur“ Industriekultur, mehr als nur die wirklich imposant umgenutzte Zeche Zollverein, die seit 2001 vollkommen berechtigt Weltkulturerbe ist. Essen hat ebenso einen der reichsten Stadtbezirke Deutschlands und das nicht nur weil einer der Aldi-Brüder hier lebt. Die Stadt hat, ähnlich anderer Städte im Revier, eine starke Differenzierung zwischen Nord und Süd. Während die ärmeren Bevölkerungsteile mehr Richtung Emscher leben (daher im Norden) werden die Bewohner Richtung Ruhr (Süden) immer reicher, die Gegenden erst grüner, dann die Wohnungen und Häuser größer und schließlich endet man an der Villa Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Krupps und heutigem Museum, dass es in seiner Dimension mit dem Villen der Magnaten der amerikanischen Ostküste am Hudson-River locker aufnehmen kann.

Essen ist auch eine Sportstadt, wenn gleich festzustellen ist, dass interessanterweise in den letzten Jahren populäre Mannschaften alle in finanzieller Schieflage waren, sowohl der Fußballtraditionsverein Rot-Weiß Essen, als auch Handballmacht TuSEM Essen und der Eishockeyverein Moskitos gingen alle mindestens einmal in Insolvenz. So sind Schalke-Fans in Essen sehr häufig anzutreffen und pflastern auch das Stadtbild an Spieltagen. Auch selbst Sport treiben ist in Essen kein Problem. Die Stadt ist die Grünste im ganzen Ruhrgebiet. Auf zahlreichen stillgelegten Eisenbahntrassen kann man joggen, radeln oder Inline skaten und der Baldeneysee ist ein Paradies für den Wassersport und auch Randsportarten wie das Badminton erfreuen sich an Popularität.

urban facts Hamburg

Einige Daten und Fakten zur Freien und Hansestadt Hamburg

 

Allgemeine Daten:

[table th=“0″]
Einwohner: Stadt/ Ballungsraum,“ 1.834.823 / 2.741.000″,
Einwohnerentwicklung,“2012-2013: +0,7%“,
Fläche,“755 km²“,
Bevölkerungsdichte,“2312 Ein. pro km²“
Koordinaten,“53° 33′ N – 10° 0′ O“
Geographische Höhe,“6m üNN (höchster Punkt: 116m)“
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr,“772 mm / 129 / 1533″
Fluss,“Elbe, Alster“
KfZ-Kennzeichen, HH[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeister,“Olaf Scholz (SPD)“
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Eigenes Bundesland“
Anzahl Besucher im Jahr,“10,6 Mio. (2012)“,
Platz in der Mercer-Studie,“23. (unter 221 Städten weltweit)“,
Flughafen,“Flughafen Hamburg (HAM; 13,5 Mio. PAX 2012; Nr.5 in Dtl.; gegründet 1911, Start- und Landebahnen)“
ÖPNV,“S-Bahn mit 6 Linien auf 145km Streckenlänge; erstmals betrieben 1911~~U-Bahn mit 4 Linien auf 105km Streckenlänge; erstmals betrieben 1912 und damit 2. älteste deutsche U-Bahn~~23 Metrobuslinien; 8 Schnellbuslinien; 128 Stadtbuslinien“
Entfernung nach…,“Bremen 120km (Bahn: 55min; Auto: 1h20min)~~Berlin  290km (Bahn: 1h40min; Auto: 3h10min)~~Kopenhagen 335km (Bahn: 4h30min; Auto:4h30min)~~Dresden  480km (Bahn: 3h50min; Auto: 5h)~~~~nächster Ort über 500.000: Bremen 120km~~nächster Ort über 1.000.000: Berlin 290km“[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Universitäten,“Universität Hamburg – UHH (41.700 Studenten (2014), gegründet 1919), ~~Technische Universität Hamburg-Harburg –TUHH (7.000 Studenten, gegründet 1978)~~Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg – HSU (2.600 Studenten, geründet 1972)~~HafenCity Universität Hamburg HCU (2.000, gegründet 2006)“
Anzahl Museen,“60″
Größte jährlichen Feste,“Hafengeburtstag (WE um 7.Mai herum); ca. 1 Mio. Gäste, seit 1977~~Alstervergnügen (4 Tage Ende August); ca. 1 Mio. Gäste; seit 1976~~Altonaer Fischmarkt (jeden Sonntag 5:30-9:00 Uhr) geht bis ins 16. Jahrhundert zurück)~~Hamburger Dom (3x im Jahr) geht zurück bis ins 11. Jahrhundert“
Sportvereine der Stadt,“Hamburger SV (einziger alle Spielzeiten teilnehmende Bundesligaverein; seit 1919 immer in der höchsten Spielklasse; 6x Dt. Meister, 3x Pokalsieger; 1x Landesmeister-Cup und 1x Pokalsieger-Cup; )/ Ø Zuschauer 10/11: 54.000 im Volksparkstadion)~~FC St.Pauli (keine Titel, Ø-Zuschauer: 10/11: 24.258 im Millerntor-Stadion)~~Handball Sport Verein Hamburg (1999 gegründet; 1xDt.Meister; 2x DHB Pokal und 1x Europapokal der Pokalsieger / Ø-Zuschauer:  09/10: 10.372 in der O2-World HH)~~Hamburg Freezers (Eishockey, 2002 aus den München Barons hervorgegangen, keine Titel Ø-Zuschauer: 09/10: 6993, auch in der O2-World)~~Hamburger Turnerschaft von 1816 (älteste noch existierende allgemeine Sportverein, hat heute rund 8.000 Mitglieder)“
Medien,“Sitz zahlreicher Medienhäuser: (Axel Springer AG, Gruner + Jahr, Bauer) bedeutende nationale wöchentliche Magazine: Stern (775.000), Spiegel (880.000) und Die Zeit (497.000), weiterhin wird hier die „Tagesschau“ produziert )“
Erste urkundliche Erwähnung,“810 als Hammaburg“
Großstadt seit,“1787″
Das entscheidende Jahr,“1944: nach der Operation Gomorrha erlebt Hamburg seine größte Katastrophe“
Meisten Einwohner im Jahr,“1964 (1,86 Mio.)“
Flaniermeile:,“Mönckebergstrasse“
City Branding,““[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Der Hamburger Michel“
Architektonisches Highlight,“Die neue Elbphilharmonie (derzeit in Bau von Herzog & deMeuron)“
Höchstes Gebäude,“Turm: Heinrich – Hertz Turm (279m)~~Haus: Elbphilharmonie (110m)“
Anzahl Starbucks,“14″
Konzernzentralen von,“Beiersdorf AG (16.700 Mitarbeiter weltweit) – Fielmann AG (16.000 Mitarbeiter europaweit) – Airbus (keine Konzernzentrale, aber 13.300 Mitarbeiter allein in Hamburg)“
Anzahl Pendler,“321.000″
Mindest- und Maximalbetrag  der am Bankautomaten (Sparkasse) angezeigt wird,““
Straftaten auf 100.000 Einwohner,“13.724″
Kaufkraftstandart in der EU,“202 (für Region Hamburg, 4. Platz in der EU)“
Verfügbares Einkommen,“24.137€ (2009, damit 5.154€ über Bundesdurchschnitt)“
Arbeitslosenquote,“7,6% (8.2014)“[/table]

urban facts Frankfurt

Daten und Fakten rund um die Stadt Frankfurt am Main:

Allgemeine Daten:

[table th=“0″]
Einwohner: Stadt / Ballungsraum /Metroregion,“746.878 / 2.338.877 /5.721.698″,
Einwohnerentwicklung,“2012-2013: +1,97%“,
Fläche: Stadt /Ballungsraum / Metroregion,“248 km² / 2.458 km² / 14.755 km²“,
Bevölkerungsdichte: Stadt / Ballungsraum / Metroregion,“2.824 Einw./km² / 951 Einw./km² / 388 Einw./km²“
Koordinaten,“50° 6’39“ N – 8° 40’55“ O“
Geographische Höhe,“112m; (88m – 212m über Normalnull)“
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr,“611mm / 109 / 1742″
Fluss,“Main“
KfZ-Kennzeichen, F[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeister,“Peter Feldmann (SPD)“
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Kreisfreie Stadt“
Anzahl Besucher im Jahr,“4,2 Mio. (2012)“,
Platz in der Mercer-Studie,“7.Platz (2.beste dt. Stadt); 2.Platz in Infrastruktur“,
Flughafen,“Flughafen Frankfurt am Main (FRA;  57,5Mio. PAX 2012; 1.Platz in D, 3.Platz Europa;  10.Welt, geründet 1936, 4 Start- bzw. Landebahnen)“
ÖPNV,“Hauptbahnhof Frankfurt mit 350.000 Passagieren täglich, 2.verkehrsreichster Bahnhof Deutschlands~~U-Bahn (Stadtbahn): 65km auf 9 Linien mit 27 Tunnelbahnhöfen und 60 oberirdischen Stationen; 300.000PAX täglich; 1968 eröffnet~~S-Bahn Rhein-Main: 303km auf 9Linien mit 111 Stationen (12Tunnelbahnhöfe); kleinste Taktfolge HVZ: 15min; 350.000PAX täglich“
Entfernung nach…,“Köln 190km (Bahn: 1h10min; Auto: 1h50min)~~München 400km (Bahn: 3h20min; Auto: 3h35min)~~Berlin 550km (Bahn: 4h05min; Auto: 5h)~~Dresden 475km (Bahn:4h45min; Auto: 4h10min)~~Paris 575km (Bahn: 3h50min; Auto:5h10min)~~~~nächster Ort über 500.000: Stuttgart~~nächster Ort über 1.000.000: Köln 190km“[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Universität,“Goethe-Universität (1914 gegründet; 43.000 Studenten; 4.größte Uni in Deutschland nach Studenten)~~Fachhochschule Frankfurt (1971 gegründet; 11.500 Studenten); sowie zahlreiche weitere private und staatliche Hochschulen“
Anzahl Museen,“60″
Größte jährlichen Feste,“Museumsuferfest (letztes WE im August) ca.3Mio.Gäste; seit 1988~~Wäldchestag (Dienstag nach Pfingsten) seit dem 18.Jahrhundert, eine Art Jahrmarkt~~Dippemess (2xjährliche Kirmes)~~Frankfurter Weihnachtsmarkt; seit 1393″
Sportvereine der Stadt,“Fußball Männer:~~Eintracht Frankfurt (1xDt.Meister; 4xDFB-Pokal; 1x UEFA-Cup; 1xEC1-Finalist; Ø-Zuschauer: 46.679@ Commerzbank-Arena)~~FSV Frankfurt (1xDt.Vizemeister; 1x Pokalfinalist; Ø-Zuschauer: 5.200 @ Volksbank-Stadion)~~Fußball Frauen:~~1.FFC Frankfurt ( 7xDt.Meister; 8x DFB-Pokal; 3x UEFA-Women’s Cup; Ø-Zuschauer: 2446 @ Stadion am Brentanobad)~~Basketball:~~Skyliners (1x Dt.Meister; 1x Pokalsieger; Ø-Zuschauer: 4.530 @ FRAport Arena) ~~Eishockey:~~Löwen (1xDt.Meister; Ø-Zuschauer: 4.000 (2010 in 3.Liga) @ Eissporthalle“
Tageszeitung der Stadt (Auflage),“Überregional:~~Frankfurter Allgemeine Zeitung (305.000; Richtung: liberal-konservativ; höchste Verbreitung im Ausland aller dt. Zeitungen außer Boulevard)~~Frankfurter Rundschau (87.000; Richtung: links-liberal)~~Regional:~~Frankfurter Neue Presse (60.000)“
Erste urkundliche Erwähnung,“704″
Großstadt seit,“1875″
Das entscheidende Jahr,“1356 (in Goldener Bulle wird Frankfurt als Krönungsort des Deutschen Kaisers festgelegt)“
Meisten Einwohner im Jahr,heute
Man trifft sich an der:,“Konstabler Wache (Konsti)“
City Branding,“Mainhattan, Bankfurt, die kleinste Metropole der Welt, Krankfurt; die Stadt mit der einzigen (oder auch imposantesten) Skyline Deutschlands“[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Kaiserdom St.Bartholomäus“
Architektonisches Highlight,“Commerzbank Tower (Norman Foster)“
Höchstes Gebäude,“Haus: Commerzbank Tower 259m~~Turm: Europaturm 337,5m“
Anzahl Kulturdenkmäler,“4.600″
Anzahl Starbucks,“14″
Konzernzentralen von,“Chemieunternehmen, Werbe- und Beratungsunternehmen, Software, Banken; alle aufzuzählen sprengt den Rahmen; 40% der Gewerbesteuereinnahmen Hessens kommen aus Frankfurt (Frankfurt stellt 12% der Einwohner Hessens)“
Anzahl Pendler,“317.000″
Mindest- und Maximalbetrag  der am Bankautomaten (Sparkasse) angezeigt wird,“50€; 500€“
Straftaten auf 100.000 Einwohner,“16.137 (höchste Rate aller dt. Städte über 200.000 Einwohner; bedingt auch durch Transit, Flughafen liegt auf städtischem Grund)“
Kaufkraftindex in Deutschland,“113 (2014)“
Kaufkraft pro Kopf,“24.064€ (2014)“
Arbeitslosenquote,“7% (2013)“[/table]

Die Unter 100: weitere Hochhäuser in Frankfurt

In den letzten Artikeln zu den Hochhäusern in Frankfurt haben wir alle 30 Häuser der Stadt am Main mit einer Höhe von einhundert Metern und mehr vorgestellt. Trotzdem gibt es noch einige weitere sehr schöne Beispiele für Hochhausarchitektur, die in diesem abschließenden Artikel der Reihe „Hochhäuser und Wolkenkratzer in Frankfurt“ gezeigt werden sollen. Die Darstellung verfolgt keine Einheitlichkeit, außer vielleicht der Tatsache, dass alle Bauwerke die Marke von 100m nicht erreichen, aber trotzdem natürlich keine Flachbauten sind. Es ist eine recht willkürliche Auswahl, nach dem Hinfallen des Auge des Betrachters.

Auf dem Gelände der ehemaligen amerikanischen Militärsiedlung am Frankfurter Flughafen soll in den nächsten Jahren ein ganz neues Stadtviertel entstehen, die sogenannten Gateway Gardens. Die ersten Bauwerke sind 2013 schon vollendet worden, so wie das Alpha Rotex, den höchsten Büroturm des Erschließungsgebiets mit immerhin 68m. Das von Jo. Franzke Architekten geplante Haus hat den Grundriss einen abgerundeten Dreiecks. Um einen Gebäudekern gruppieren sich die drei Flügel mit insgesamt 28.000m² Bürofläche. Für das Raumklima und als sozialer Treffpunkt sind fünf je 30m hohe Wintergärten eingesetzt worden. Von außen wirkt das Gebäude elegant horizontal ausgerichtet, mit seinen Aluminiumbändern, welche sich mit der Glasfassade abwechselt.

Das Bürohaus Alte Oper mit 89m wirkt im Vergleich zu seinen dominanten Nachbarn eher klein. Doch das war auch Ziel, denn die Stadt Frankfurt wollte Anfang der 1980er Jahre an dieser Stelle nur ein maximal 20-geschossiges Haus erlauben. Die Planer der Architektengemeinschaft Gerhard Balser entwarfen einen Bau auf fast quadratischen Grundriss mit abgerundeten Winkeln. Die Außenhülle des 1984 eröffneten Hochhauses ist aus Spiegelglas und Aluminiumblechen. Aus der Mitte ragt der weiße Versorgungskern hervor, der etwas übersteht.

Das Hochhaus am Park, etwas Abseits direkt am IG Farbenhaus bzw. dem Grüneburgpark gelegen, hat mit 16 Jahren Bauzeit einen eher unrühmlichen Rekord unter den Wolkenkratzern der Stadt. 1969 startete der Bauherr Willy Göbel das Hochhausprojekt Mitten in von Villen bebauten Westend. Der Protest der Bevölkerung war sicher, fiel er doch in eine Zeit, in denen Hochhäuser Zeichen der Zerstörung wurden. Als dann 1972 der Rohbau fast fertig war, verhängte die Stadt einen Baustopp, da sowohl die Nutzfläche, als auch die Höhe überschritten wurden. 10 Jahre war das Haus eine Investruine, als 1982 ein neuer Käufer den Bau übernahm und im postmodernen Design zu Ende bauen ließ. Das Haus besteht aus zwei vollverglasten spiegelverkehrt versetzten Türmen, die nach unten hin ausknicken, wobei der höhere östliche Turm 96m misst.

Wie auch das Pollux-Haus gehört der Kastor zum Komplex des Forum Frankfurt, dass 1997 in direkter Nachbarschaft zum Messeturm entstand. Der kleinere Kastor erreicht eine Höhe von 94m. Die Namensgebung bezieht sich auf die griechische Sagenwelt. Dort waren Pollux und Kastor Söhne des Zeus, wobei Letzterer innerhalb eines Streits tödlich verwundet wurde und der Erstere ein Halbgott war, der seinen Vater nach Kastors Tod darum bat, auch sterblich zu werden, um nicht von seinem Bruder getrennt existieren zu müssen. In Hochhausform gegossen ließ sich das Büro Kohn Pedersen Fox zwei unterschiedlich hohe Türme einfallen, welche jeweils einander eine glatte Glasfassade zuwenden und von einem öffentlichen Platz getrennt werden. Die beiden Außenseiten jedoch sind gewölbt, wohl um ein Symbol für die geschäftliche Drehscheibe des Ortes zu sein.

Aus dem Gelände der Kreditanstalt für Wiederaufbau sticht besonders der Trakt der Westarkaden heraus, denn je nach Blickwinkel von der Zeppelinallee aus, scheint man vor ganz unterschiedlichen Fassaden zu stehen, obwohl man vor dem gleichen Haus steht. Das 2009 fertiggestellte Gebäude der Architekturgemeinschaft Sauerbruch Hutton misst 59m, besticht aber nicht nur durch sein Aussehen, sondern vor allem durch seine sehr hohe Energieeffizienz. Möglich macht dies insbesondere eine raffinierte Fassade, die motorenbetrieben Klappen ausfahren lässt und die natürliche Belüftung steuert. Strukturell besteht das Bauwerk aus einem dreigeschossigen Flachbau, dem sich ein 15geschossiger Hochhausbau, welcher Richtung Palmengarten abgerundet ist,  anschließt. Die Technische Universität Chicago wählte das Haus 2011 zum besten Hochhaus der Welt.

Das MainForum direkt am Flussufer ist der Sitz der IG Metall, welche sich ein repräsentatives Zentralengebäude gleich neben dem alten DGB-Haus bauen ließ. Die Architektengemeinschaft Gruber + Kleine-Kranenburg entwarfen einen 80m hohen Bau, der mit rotem Mainsandstein ummantelt ist, jedoch Richtung Osten einer Glasfassade weicht. Im Gebäude befinden sich nicht nur Büros, sondern auch Wohnungen und Gastronomie.

Ähnlich wie der Westhafen Tower hat auch das MainPlaza eine Tor- und Orientierungsfunktion für ein neu errichtetes Viertel. In diesem Fall für das Deutschherrnviertel. Der 2002 fertiggestellte Wohnturm misst 88m und wurde von Hans Kollhoff geplant, der sich dabei vom Art Deco Stil der 1920er und 30 Jahre inspirieren ließ. Wie auch bei Kollhoffs Hochhaus am Potsdamer Platz in Berlin ist die Fassade dunkelrot verklinkert. Auf achteckigem Grundriss erhebt sich ein nach oben hin zurückgestaffelter Bau, der mit einer Krone schließt. Das Haus selbst beherbergt Luxuswohnungen.

Das Main Triangle am Fluss direkt gegenüber der Neuen EZB gelegen, steht schon seit 2006 und besticht durch seine spektakuläre Dachform, welche die Form eines Segels nachbildet und damit auf den Main Bezug nimmt. Auf einem dreieckigen Grundriss entwarfen die Architekten von Novotny Mähner Assoziierte einen 60m hohen Glasbau mit zentralem und überdachtem Atrium.

Wer auf der A648 nach Frankfurt fährt, der sieht neben der näherkommenden Skyline auch schnell ein ungewöhnliches 87m hohes Haus, dass einem quergestelltem Käseleib ähnelt, dass Radisson Blue Hotel. Das 2005 eröffnete und von John Seifert Architects entworfene Haus besteht aus einer blauen, abgerundeten Hochhausscheibe, die von einem kubusförmigen Glasbau durchstoßen wird. Im Inneren des Businesshotels findet sich einige Gimmicks, wie ein Swimming-Pool im 18. Geschoss, welcher der Rundung der Hülle folgt.

Das SkyLight ist ein Gebäudekomplex von Architekt Richard Rogers und wurde in den 1990er Jahren auf dem Gelände des Postcheckamtes errichtet. In einer Mischung aus Arbeiten, Freizeit und Wohnen ragt besonders der 63m hohe Skylighttower heraus, der 40 Luxus-Apartments beherbergt.

Das Westend Duo auf der Bockenheimer Landstraße steht auf dem Gelände des ehemaligen Hochtief Hochhauses von Egon Eiermann, dass 2004 dem Neubau von KSP Engel und Zimmermann weichen musste. Das 96m hohe Westend Duo ist ein mit Erdwärme beheiztes Niedrigenergiehaus. Es besteht aus einem Sockelbau und zwei in sich verdrehten Hochhaustürmen mit einer eleganten Glasfassade in welche versetzte Fensterfelder eingelassen wurden. Das 2006 fertiggestellte Haus bekam zwei Jahre später den International Highrise Award zugesprochen.

Neue Hochhäuser in Frankfurt

Der Hochhausbau in Frankfurt scheint kein Ende zu finden. Die Skyline wird immer dichter, ältere Gebäude müssen Neuen weichen, wobei die neuen Wolkenkratzer nicht immer gleich den Charakter von Landmarken haben (wie auch, wenn um sie herum genügend etwa gleich hohe Häuser stehen). Im mittlerweile 5.Teil unserer Serie zu „Wolkenkratzern und Hochhäusern in Frankfurt“ widmen wir uns nun neuen und neueren Gebäuden, der letzten 20 Jahre, die bildlich gesprochen: neue Bäume im Großstadtdschungel der Metropole am Main sind. Zweifellos ist dies ein Artikel, der fast jedes Jahr erneuert werden müsste, denn allein dieses Jahr (2014) eröffnen Taunusturm und Neue EZB, im nächsten Jahr sollen der neue Henninger Turm und spätestens 2016 das WinX folgen. In der folgenden Zusammenstellung sind nur Häuser mit einer Bauhöhe von über 100m berücksichtigt.

Das älteste der hier aufgeführten neuen Hochhäuser ist das zum Forum Frankfurt gehörende Pollux – Haus. Das Forum Frankfurt entstand bis 1997 in direkter Nachbarschaft zum Messeturm und besteht aus zwei Hochhäusern, dem 130m hohem Pollux und dem 94m hohen Kastor. Die Namensgebung bezieht sich auf die griechische Sagenwelt. Dort waren Pollux und Kastor Söhne des Zeus, wobei Letzterer innerhalb eines Streits tödlich verwundet wurde und der Erstere ein Halbgott war, der seinen Vater nach Kastors Tod darum bat, auch sterblich zu werden, um nicht von seinem Bruder getrennt existieren zu müssen. In Hochhausform gegossen ließ sich das Büro Kohn Pedersen Fox zwei unterschiedlich hohe Türme einfallen, welche jeweils einander eine glatte Glasfassade zuwenden und von einem öffentlichen Platz getrennt werden. Die beiden Außenseiten jedoch sind gewölbt, wohl um ein Symbol für die geschäftliche Drehscheibe des Ortes zu sein.

Das Japan-Center ist eines der ungewöhnlichsten Hochhäuser der Stadt. Das 1996 fertiggestellte mit rotem Granit verkleidete Haus misst 114m und könnte schnell übersehen werden, wenn es nicht so ganz anders als die anderen Wolkenkratzer des Finanzviertels aussehen würde. Das Büro Ganz + Rolfes orientierte sich an einer japanischen Steinlaterne, mit einem tieferen Gestaltungsmuster von Quadratrastern. So wiederholt sich die genaue Größe einer Tatami-Matte, die in der Fassade immer wieder kehrt. Die Fensteröffnungen verweisen auf Einzel- (kleine Lochfenster) und Großraumbüros (nebeneinanderliegende Fenster) im Inneren des Hauses. Die so entstehenden Bürozonen wechseln sich im 90 Grad Winkel nach oben hin ab, wobei das Hochhaus oben von der gleichen Form wie unten bei den Arkaden, durch lange horizontale Fensterreihen abgeschlossen wird. So kann man unter dem auskragenden Flachdach ein Panoramarestaurant finden, das auch japanische Gärten beherbergt.

Das Eurotheum ist ein eher unscheinbares Hochhaus der Neuen Mainzer Straße. Wie sein weitaus höherer Nachbar, der MainTower, entstand das Haus 1996-99. Mit 110m ist das Hochhaus, das von Novotny Mähner und Assoziierte geplant. Äußerlich besteht es aus einem eingeschnittenen runden Fahrstuhlturm, der etwas nach oben hin verlängert ist, gegenüber der glatten Glasfassade. Dahinter befinden sich auf 21. Etagen Büros. Der 22. Stock ist eine öffentliches Restaurant und ab dem 23. Stockwerk erstrecken sich, und das ist eine Besonderheit in Frankfurt, Wohneinheiten.

Das Gallileo hat seinen Namen aus einer etwas eigenwilligen Kombination der Adresse Gallusanlage und dem Physiker Galilei. Gebaut wurde das von Novotny Mähner und Assoziierte geplante Bürohaus 2002 bis 2003 und diente der Dresdner Bank als Erweiterungsbau ihrer damaligen Konzernzentrale im Silberturm, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Das Haus besteht aus zwei Glastürmen mit 130 bzw. 113m Höhe und einem Verbindungsgebäude. Bei der Glasfassade setzte man schon damals auf eine hohe Wärmeschutzfunktion. Im Inneren ist das Haus nach einem künstlerischen Konzept eingerichtet, dem Gallileo-Art-Tower. So finden sich zahlreiche Kunstwerke, die bei Führungen besichtigt werden können. Im Untergeschoß sitzt das „English Theatre“, die größte englischsprachige Theaterbühne des europäischen Festlands.

Der Westhafen Tower ist der Eingang des umgebauten ehemaligen Handelshafengeländes. Bis ins Jahr 2004 wurde an dieser Stelle der 1886 eröffnete Westhafen umgebaut, zumeist mit exklusiven Büros und Wohnungen. An beiden Seiten des 560m langen Hafenbecken wurden Luxuswohnungen mit eigenem Bootssteg und spektakulärem Blick auf den Main errichtet, dahinter folgen Bürogebäude. Der Westhafen Tower von Schneider + Schumacher fungiert dabei als Eingangstor und Landmarke. Seine 109m hohe zylindrische Gestalt kommt ohne Sockel und Krone aus und wird nach außen strukturiert durch dreieckigen Fassadenelemente, die den Turm an ein riesiges Ebbelweiglas erinnern lassen. Daher trägt das Haus auch den Namen das „Gerippte“. Das Innere des Hauses fungiert nach dem Motto der Quadratur des Kreises, denn die quadratische Grundfläche geht in den Leerräumen des zylindrischen Grundrisses in Wintergärten über, der gleichzeitig für die Belüftung des Bürohauses sorgt.

Verlässt man die Innenstadt von Frankfurt Richtung Westen auf der Theodor-Heuß-Allee, so fallen dem interessierten Beobachter noch weitere Hochhäuser auf, die zwar nicht mehr große Höhen erreichen, aber teilweise eine recht interessante Architektur haben. Das Höchste von ihnen ist das IBC. Wofür diese Abkürzung genau steht ist nicht wirklich klar, da die Namen mehrmals verändert wurden. Das 2003 beendete IBC vom Büro Köhler Architekten erreicht eine Höhe von 113m.

Der Skyper ist wie ein 154m hoher verspiegelter Ring, nur das man Dreiviertel des Rings quasi vergessen hat zu bauen. 2004 wurden die Planungen von JSK Architekten in die Tat umgesetzt. Trotz seiner Höhe, die ihn zum momentan 14. höchsten Haus der Stadt macht, wirkt er in der Nachbarschaft von Silberturm und Galileo etwas zurückgezogen. Im gläsernen Stahlskelettbau sitzt nach zahlreichen Besitzerwechseln momentan die Allianz Versicherung. Zum Areal gehören auch weitere kleinere und teilweise historische Gebäude, wie die neoklassizistische Villa Holzmann, die seinerzeit (1915) Sitz des gleichnamigen Baukonzern wurde.

Der Opernturm steht auf historischen Hochhausgrund, denn hier Stand das heute fast schon zur Legende gewordene Zürich-Hochhaus von Werner Stüchli und Udo von Schauroth. Dieses zu den Gründervätern der Frankfurter Skyline gehörenden Bauwerk musste 2002 weichen. Heute steht hier der Opernturm des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler, der sich zu 170m Höhe aufschwingt und durch Höhe und Lage weithin identifizierbar ist. Der Hochhausblock wirkt durch seine gelbbeige Steinverkleidung und seiner Lochfassade edel, wobei der vertikal mittig angelegte Schlitz, sogar die Ästhetik eines Doppelhochhauses suggeriert. Das Haus wird durch ein 18m hohes Foyer erschlossen, das wiederum mit einem Bild des New Yorker Julian Schnabel dekoriert ist. Dem Wolkenkratzer vorgelagert ist eine Blockrandbebauung in Traufhöhe der Nachbarhäuser, der für die Einbindung des Ensembles vor Ort zuständig ist. Auch wenn der Wegfall des Zürich-Hauses Schade ist, so muss man feststellen, dass der Opernturm zweifellos eines der schöneren Hochhäuser der Stadt ist.

Der Nextower ist eingebettet in das Palais Quartier, einem nicht unumstrittenen Projekt in Frankfurt. Besonders diskutiert wurde dabei der Nachbau des ehemaligen – und im Krieg größtenteils zerstörten Thurn & Taxis Palais, das in einem verkleinerten Maßstab und mit einigen Änderungen wieder aufgebaut wurde und heute als Veranstaltungsgebäude dient. Dahinter erstreckt sich neben der MyZeil Einkaufsgalerie die beiden Hochhäuser Nextower und Jumeirah Hotel. Sie wurden, wie der gesamte Komplex 2010 fertig gestellt und stehen auf dem Gelände des ehemaligen Fernmeldehochhauses. Die von KSP Engel und Zimmermann entworfenen Hochhäuser wirken wie fließende dekonstruktivistische Skulpturen aus Aluminium und Glas. Mit 135m ist der Nextower rund 40m höher als das Hotelgebäude. Noch wirkt das Hochhaus nicht so, als seien viele Etagen bereits vermietet, es bietet auf seinen 48.000m² ausreichend Platz, der momentan teilweise von Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen gemietet wird.

Das neuste Frankfurter Hochhausprojekt, neben der neuen EZB, ist der Taunusturm, der seit Februar 2014, die ersten Mieter empfängt. Der 170m hohe Büroturm, ausgearbeitet vom Büro Gruber + Kleine-Kraneburg hat eine weiße Stein und Glasfassade, die minimalistisch elegant eine vertikale Grundausrichtung aufzeigt. Über 40.Stockwerke stehen für Büroflächen zur Verfügung. Zwar wurde das Bauprojekt mehrfach umgeplant und ohne Vormieter umgesetzt, durch seine zentrale Lage in der Innenstadt scheint es aber ein realistisches wirtschaftliches Unterfangen zu sein. Die nach der Frankfurter Bauordnung obligaten Wohnungen sind in einem 63m hohen Seitenturm untergebracht.

Die ersten Wolkenkratzer in Frankfurt

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man von Wolkenkratzern erst ab einer Höhe von 150m sprechen kann. Ob das so stimmt, oder reine Willkür ist, weiß ich nicht, aber ich halte mich daran. Für Deutschland umformuliert heißt das übrigens, dass es hier 15 Wolkenkratzer gibt, 14 davon stehen in Frankfurt.
Das Wolkenkratzerzeitalter beginnt in Frankfurt in den 1970er Jahren mit dem heutigen Westend Gate, dass 1976 159m erreicht. Damals übernimmt Frankfurt endgültig den Titel der Hochhausstadt, denn Deutschlands höchstes Haus steht ab sofort in Mainhattan und obwohl sich die Häuser abwechseln, bleibt der Titel am Main. In den 1970er und 80er Jahren wachsen aber nicht nur höhere, sondern immer mehr Bürotürme in der Stadt. Statt einzelner Monolithen entstehen Hochhausfronten und gerade die großen Banken möchten sich repräsentative Hauptquartiere bauen lassen. Werfen wir mit den nun folgenden Häusern einen Blick auf diese Zeit.

Das Westend Gate wurde 1976 als Plaza Büro Center eröffnet. Mit einer Höhe von 159m stellte es einen neuen deutschen Rekord ein, der davor beim Colonia-Haus in Köln lag. Die Architekten Siegfried Hoyer und Richard Heil legten einen Hochhausbau vor, der noch dem Internationalen Stil verschrieben ist. Das Haus besteht aus zwei Hochhausscheiben, der sich eine dritte Scheibe rechtwinklig anschließt. Das Gebäude hat dunkle Fensterfronten, die mit den hellen Seitenfronten kontrastieren. Gedacht ist das Haus als ein Büro- und Hotelkomplex, so können ansässige Firmen ihre Besucher gleich im Haus unterbringen und auch gemeinsame Konferenzräume nutzen. Kluges Marketing verhinderte übrigens, dass dieses Hochhaus einen ähnlich schlechten Ruf hatte, wie andere zeitgenössische Bauten. So wurden 1977 ausgewählte Frankfurter zum Probewohnen eingeladen und einmal im Monat die oberen Hoteletagen zur Besichtigung freigegeben.

Der Garden Tower (damals als Helaba Hochhaus) ist im Jahr 1976, das erste Hochhaus in Frankfurt was die architektonische Form des International Styles verlässt. Statt eines einfachen in die Höhe gestreckten Quaders entwarfen die Architekten Novotny Möhner Assoziierte ein 127m hohes polygonales Haus, das aus zwei Glastürmen besteht, die jeweils nochmals je einen außen anliegenden Serviceturm haben. 2005 wurde das Haus vom Büro KSP Engel und Zimmermann saniert und bekam seinen heutigen Namen, der auf die neu eingebauten Wintergärten verweist.

Der Eurotower aus dem Jahr 1977 wurde ursprünglich für die gewerkschaftseigene Bank BfG gebaut und hieß auch bis zu deren finanzbedingten Auszug so. Der 148m hohe Bau bekam von seinen Architekten Richard Heil und Johannes Krahn einen damals neuartige Form eines Prismas. Es war das erste Hochhaus der Stadt, dass sich im unteren Teil für die Öffentlichkeit öffnete. Es beherbergte ein Einkaufszentrum und hatte einen eigenen U-Bahn Eingang. Nach Umbau und Einzug der Europäischen Zentralbank wurde das Einkaufszentrum geschlossen, lediglich ein Euro-Shop ist für Besucher noch geöffnet. Auch der Restaurant und Clubkomplex Living XXL ist seit letzten Jahr geschlossen.

Der Silberturm löste das Westend Gate als höchstes Haus Deutschlands ab, auch wenn es ihn nur um wenige Meter übertraf. 1978 eröffnet wurde es vom Büro ABB Architekten auf eine Höhe von 168m geplant. Er diente der Dresdner Bank als Konzernzentrale, bis diese 2008 von der Commerzbank übernommen wurde. Seit seiner Sanierung 2012 ist die Deutsche Bahn Hauptmieterin des Gebäudes. Die Fassade des Büroturms ist außergewöhnlich (wenn auch sehr ähnlich dem Berliner BfA-Hochhaus). Sie besteht aus einer hellen Aluminiumverkleidung mit abgerundeten Ecken. Das Haus besteht aus zwei Quadern, die versetzt zueinander stehen und mit zwei versorgungstürmen verbunden sind. Im 31. Stockwerk gab es ein Schwimmbad, das als Wasserreservoir für den Brandfall angelegt wurde, dass allerdings heute nicht mehr besteht und in eine Konferenzetage umgebaut wurde. Noch heute ist das Stockwerk aber an seinen großen Fenstern zu erkennen. Der Turm schrieb sogar Kinogeschichte, denn der deutsche Thriller „Abwärts“ mit Götz George benutzte das Haus als Kulisse.

Das Frankfurter Büro Center kurz FBC wurde 1981 eröffnet gehört aber mit seiner Form noch ganz klar in die Zeit des Internationalen Stils. Das es damals etwas seiner Zeit zurück war lag aber nicht am Architekten Richard Heil, sondern daran, dass es einfach lange nicht fertig wurde. 1973 war Baubeginn, jedoch wurden die Arbeiten zwischenzeitlich für drei Jahre stilgelegt, was auch damit zu tun hatte, dass in dieser Zeit Büroräume im Überangebot zu haben waren und die Ölkrise die Wirtschaft bremste. So bleib es ein Spekulationsobjekt bis es 1979 weitergebaut wurde. Mit seiner Breite von 26m bei einer Höhe von 142m wirkt das Haus außergewöhnlich schmal, zumal es noch in zwei Hochhausscheiben versetzt ist. Ähnlich dem City-Hochhaus sind auch hier auf halber Höhe die Techniketagen untergebracht, die sich von der Fassade durch einen weißen Streifen abheben.

Mehr Namen als die beiden Türme der Deutschen Bank hat sicherlich kein anderes Hochhaus. Sie sind bekannt als „Greentowers“, „Soll und Haben“, „Zwillingstürme“ oder eben auch „Deutsche Bank Hochhäuser“. Schon die Baugeschichte des 155m hohen Wolkenkratzers ist ungewöhnlich (übrigens werden beide Türme einzeln gewertet). Auf dem Gelände eines im 2.Weltkrieg zerstörten Schlösschens sollte in den 1970er Jahren ein Hochhaus errichtet werden, die Baugrube wurde ausgehoben, doch wie schon beim FBC erwies sich das Projekt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als zu ambitioniert. So wurde alles wieder zugeschüttet bis sich 1977 die Hotelkette Hyatt für einen Doppelturmbau an diesem Ort interessierte. Die Bauarbeiten begannen erneut, doch schon 1979 sprang Hyatt ab und die Deutsche Bank übernahm den Bau, an dessen Form sie aber nichts mehr ändern konnte. Heute sind die Türme zum Symbol der Bankenwelt und natürlich auch zur Deutschen Bank geworden.
Das Haus ist eine Stahlbetonkonstruktion mit vorgesetzter verspiegelter Glasfassade. Die Architekten Walter Hanig, Heinz Scheid und Johannes Schmidt planten einen Sockelbau, der die beiden unregelmäßigen, mit 45 Grad Winkeln errichteten Türme verbindet. Natürlich wurde das Bauwerk seit seiner Eröffnung 1984 schon wieder saniert. Bis 2010 fand eine grundlegende Sanierung statt, welche insbesondere die Energiekosten des Hauses drosseln soll und deren Projektname Greentowers nun auch als Name des Hauses firmiert.

Das Messe Torhaus sieht alles andere als aus den 1980er Jahren aus, vielmehr wirkt das von Oswald Mathias Ungers geplante Bauwerk fast schon zeitlos aus. Wie ein 117m hoher Toaster bei dem gerade das Brot rausspringt wirkt das Gebäude. Es wurde am Rande der Messer errichtet und beherbergt u.a. die Verwaltung der Frankfurter Messegesellschaft. Schon nach seiner Fertigstellung 1984 bekam das Messe Torhaus viel Lob und galt damals als das beste und schönste Frankfurter Hochhaus. Sicherlich ist es auch heute noch darunter zu zählen. Es besteht aus einem sechsgeschossigen Sockel aus dem ein roter Sandsteinturm erwächst, aus dessen Mitte wiederum ein spiegelverglaster Turm ragt. Der Sandsteinturm jedoch hat an der Seite und im unteren Segment Öffnungen, an welchen das Glasgebäude hervorsticht, was wiederum den Torcharakter des quasi vor dem Eingang zur Stadt stehenden Hauses unterstreicht.

Frühe Hochhäuser in Frankfurt

Frankfurts Skyline ist in Deutschland einzigartig. Wenn man jedoch etwas in die Vergangenheit schaut fällt auf, dass die Stadt keineswegs immer eine Hochhausstadt war und eine dementsprechende Skyline hatte. Erst in den 1960er Jahren reichten die ersten Hochhäuser an die Höhe des Domturms (95m) heran, in den 1970er beginnt dann das Zeitalter der Wolkenkratzer, denn die neuen Türme werden zu den höchsten Häusern Deutschlands und spätestens seit den 1990er kann man darüber reden das Frankfurt eine Skyline hat, denn es werden nicht nur immer höhere Wolkenkratzer gebaut, sie werden auch zahlenmäßig immer mehr. Momentan sind unter den 100 höchsten Häusern in Deutschland, 36 in Frankfurt, nimmt man nur die Top 20 sind es sogar 15. Es gibt keine andere deutsche Stadt, in welcher mehr Hochhausbauten geplant und auch umgesetzt werden. Doch wie begann das? Im nächsten Abschnitt schauen wir auf die Anfänge zurück.

Nimmt man Frankfurts erstes Hochhäuser, das DGB-Haus (31m) oder das IG-Farbenhaus (35m) als Beispiele der Hochhausbauten vor dem 2.Weltkrieg, so stehen diese klar im Schatten damaliger Riesen wie dem Ullsteinhaus in Berlin mit 76m (1925), dem Hansahaus in Köln mit 65m (1925), dem Tagblattturm in Stuttgart mit 61m (1928) oder dem Bau 36 mit 66m in Jena (1935).

In der fast völlig zerstörten Innenstadt wurde auch nachdem 2.Weltkrieg nicht gleich in die Höhe gebaut. Die Architektur der Wirtschaftswunderzeit war zwar in einigen Fällen von großer Eleganz, wie beim Junior-Haus von Wilhelm Berentzen aus dem Jahr 1951, aber wirklich hoch waren diese Häuser, auch im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland nicht.
Ein erstes wirkliches Hochhaus, dass auch als solches im kollektiven Gedächtnis der Stadt hängen geblieben ist, war das heute nicht mehr existente Zürich-Haus, das 1962 fertiggestellt wurde und eine Höhe von 68m erreichte. Höher war sogar noch das Fernmeldehochhaus in der Nähe der Zeil, dass 1954 schon eine beachtliche Dimension von 69m erreichte, aber in der Bevölkerung als äußerst hässlich verrufen war und nur wenig Gegenliebe fand. Mit zunehmenden Wohlstand der Wirtschaftswunderjahre stiegen die Preise für Grund und Boden auch in der Stadt am Main beträchtlich. Die wirtschaftlich, gewinnbringende Nutzung von Grundstücken erforderte zunehmend eine hohe Verdichtung der bebauten Fläche, oder anders formuliert, hohe Häuser nützen intensiver und wirtschaftlicher die vorhandene begrenzte und teurer werdende Fläche. Immer mehr hohe Neubauten wuchsen in der Innenstadt, aber insbesondere auch in das Villenviertel Westend hinein, was zunehmend den Unmut der Bevölkerung nach sich zog, auch weil zahlreiche Spekulationen um Grundstücke und Häuser stattfanden. So verfielen zunehmend alte Villen bzw. wurden absichtlich nicht in Stand gesetzt, um das Land später wertsteigernd veräußerbar zu machen. Und so geschah in Frankfurt, erstmals in Deutschland eine Hausbesetzung. Frankfurt war schon seit 1967 ein Zentrum der Studentenbewegung und diese Studenten waren es auch, die den Protest gegen den Abriss historischer Villen im Westend anführten (wenn man heute durch das Westend geht, würde man darauf nicht zwingend kommen). Damals galten die historistischen Bauten des Gründerzeitalters des späten 19. Jahrhunderts nicht als schützenswert. Am 19. September 1970 besetzten einige Aktivisten das Haus auf der Eppsteiner Str. 47. Auch wenn sicherlich sehr unterschiedliche Motive zu dieser und späteren Besetzungen führten (insgesamt muss die Hausbesetzterszene als äußerst bunt bezeichnet werden), setzte sich dadurch ein Bewusstseinswandel durch, der das Thema Denkmalschutz einer breiten Öffentlichkeit vorstellte.

Schon in den 1950er und 60er Jahren war von Seiten der Stadtverwaltung thematisiert und geplant worden, eine funktionale Differenzierung der Stadtteile einzuführen. Die Innenstadt sollte dabei als Ort der Arbeitenden festgelegt werden (erst später entsteht dann die Einsicht, dass durch diese Entwicklung Innenstädte abends vollkommen veröden und quasi unbewohnt sind, noch heute in Frankfurts Bürostadt Niederrad zu erleben). Pläne wurden geschmiedet wie Landflächen am besten genutzt werden konnten und das Hochhaus schien ein idealer Kompromiss zu sein, genutzte Fläche an ausgewählten Orten zu verdichten, um andere Stadtteile zu entlasten. Die neuen Riesen sollten an Kreuzungen als Orientierungspunkte dienen und den Blick in der Stadt leiten.

So war und ist Frankfurt immer auch eine Stadt der Kontroversen über Neubau und Schutz der alten Bausubstanz und eine Stadt in der Hochhäuser abgrundtief gehasst oder als Zukunftsvision gesehen wurden. Frankfurt ist hier ebenso gespalten in der Bewertung der Hochhäuser, wie es geteilte Ansichten im späteren Umgang mit ihnen gibt, denn nicht Wenige wurden für neuere Bauten abgerissen oder aber so saniert, dass man schon von neuen Bauwerken sprechen muss. Dabei muss beachtet werden, dass das Hochhausensemble trotz seines vermeintlich jungen Alters immer noch älter ist als vergleichbare Anordnungen in Paris, London oder Moskau. Heute gehört die Skyline zu Frankfurt und für viele ist sie das Erkennungszeichen der Stadt.

Jetzt sollen die frühen Hochhausbauten näher beschrieben werden, die in den 1960er und frühen 1970er Jahren entstanden sind.

Die BHF Bank gehört heute zu den eher weniger auffallenden Hochhäuser auf der Bockenheimer Landstraße. Doch zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung 1965, war das Bauwerk mit 82m Höhe das höchste Bürohaus in Frankfurt. Architekt Sepp Ruf orientiert sich mit diesem Gebäude ganz in der Tradition des damals alles beherrschenden International Style der Moderne. Kein überflüssiges Dekor ist hier zu finden, alles wirkt einfach und modern. Obwohl es – wie so viele Frankfurter Bauten der 1950er und 60er  – abgerissen werden sollte, stellte es die Stadt unter Denkmalschutz und so wurde es bis 2009 saniert (Büro Wittfoht) und beinhaltet jetzt eine Sky-Lounge.

Das Büro Center Niebelungenplatz scheint heute irgendwie verloren im Nordend zu stehen. Doch als 1966 das Shell-Hochhaus (so der damalige Name) eröffnet wurde, bestand noch in Frankfurt der Plan, am Frankfurter Alleenring an ausgewählten Punkten (zumeist an den nordwärts aus der Innenstadt führenden Hauptstraßen) Hochhäuser zu errichten. Einzig das Shell-Hochhaus von Architekt Günter Rheingaus wurde aber letztendlich hochgezogen. Mit 90m sollte es zum höchsten Haus der Stadt werden. Doch schon in den 1980er Jahren stand das Gebäude leer, insbesondere neue Brandschutzreglungen machten es nicht mehr vermietbar. Im Jahr 1993 wurde es von Novotny Mähner Assozierte komplett umgebaut. Das neue BC Niebelungenplatz wurde nicht nur erhöht und erreicht jetzt 110m, sondern es hat nun auch eine postmoderne Gestalt. Die Rotunde auf dem Dach, wie auch der vorhängende Panoramaaufzug wurden neu eingebaut.

Auch das Rhein Main Center ist nicht mehr in seiner originalen Form vorhanden, sondern wurde postmodern umgebaut. Als es 1969 eingeweiht wurde, markierte es das westliche Ende der Hochhäuser der Stadt und war äußerst unbeliebt, da es schon Mitten im Villenviertel Westend steht. Die Architekten Helmut Joos und Reinhard Schulze erbauten einen funktionalen 84m hohen Bau der damaligen Zeit. Dieselben Architekten durften 1991 auch den Umbau leiten (diesmal als Büro JSK). Das Haus erhielt eine markante Uhr auf Dachhöhe und eine hervorstechende, unterschiedlich farbige Fassade. So wirkt es heute, wie ein Musterbau der Postmoderne und erinnert ein wenig an Philip Johnsons Sony Building in New York.

Das Deutsche Bank Investment Banking Center (kurz IBC) ist ein in seiner Originalform noch erhaltenes Haus aus dem Jahr 1971. Der 93m hohe Büroturm wurde 1971 eröffnet und ist voll dem Architekturzeitalter des International Style gewidmet. Architekt F. Wilhelm Simon ließ dunkelbraunen Stahl verwenden. Der Turm wird noch von einem siebengeschossigen Nebenbau begleitet. Jeder der 21. Etagen ist eine Brüstung vorgelagert, welche die horizontalen Fensterreihen umrundet.

Der AfE Turm dürfte hier eigentlich gar nicht mehr aufgelistet werden, denn er wurde am 2. Februar 2014 abgerissen. Allerdings verdiente das Haus schon seit meinen ersten Frankfurt Besuchen meine Aufmerksamkeit und das nicht nur wegen seiner ausgesprochenen Hässlichkeit. Schon der Name des Hauses ist ein großes Missverständnis. AfE steht für Abteilung für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt. Doch bevor 1972 das Haus, dass von den Architekten der Staatlichen Neubauabteilung Hessens geplant wurde, öffnete, war die Abteilung für Erziehungswissenschaften schon in der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät aufgegangen. Das diese, in das mit 116m damals höchste Hochhaus der Stadt einziehen durfte, zeigte allerdings den hohen Stellenwert der Geisteswissenschaften zu jener Zeit. Geliebt wurde der Bau jedoch nie. Durch die eigenwillige Aufteilung der Geschosse (der Nordteil mit Seminarräumen hatte jeweils eine 1,5 fache Etagenhöhe) viel einigen der Studenten die Orientierung schwer. Für 2500 Personen war der Turm konzipiert, jedoch benutzten ihn meistens mehr. Die sieben Fahrstühle waren äußerst anfällig, bleiben stecken, hielten in falschen Etagen oder ruckelten fatal. Wartezeiten von 15min, um einen Platz im Lift zu bekommen sollen keine Seltenheit gewesen sein. Leider forderte ein Fahrstuhlunfall sogar ein Todesopfer, als 2005 eine Universitätsmitarbeiterin aus einem steckengebliebenen Lift herausklettern wollte. Nach dem Abriss des AfE-Turms soll an dieser Stelle der Kulturcampus Bockenheim entstehen.

Dem Park Tower erkennt man heute sein Alter kaum an, was auch daran liegt, dass er wie so viele Hochhäuser der Stadt, im Jahr 2007, komplett umgebaut wurde. Das „Original“ stammt von den Architekten Fischer, Krüder und Rathai und wurde 1972 als SGZ-Hochhaus eröffnet und war das erste eröffnete Haus, das höher als der Domturm war. Wie mehr oder weniger alle damaligen Hochhäuser war es im Internationalen Stil geformt. Den Umbau übernahm das Büro von Albert Speer, der bis auf den Rohbau zurückbauen ließ. Drei Stockwerke wurden ergänzt und die Höhe auf 115m geschraubt. Zusätzlich wurde ein zweiter Turmbaukörper versetzt angebracht, der den alten Baukörper quasi umklammert. Der ältere Teil ist verglast, der Neuere ist mit hellem Naturstein verkleidet. Er nimmt die Straßenachse des Reuterweges auf.

Das Holiday Inn South Hochhaus steht abseits der Stadt am anderen Ufer des Mains in Sachsenhausen. Es gehört damit nicht zur Skyline der Stadt, aber auf diese hat man von hier einen guten Blick. Das Haus wird eher wenig beachtet, außer von den hier übernachtenden Hotelbesuchern. 1972 eröffnet und 100m hoch, verfügt das vier Sterne Haus über 439 Zimmer, 3 Suiten und 4 Restaurants.

Das Hochhaus Neue Mainzer Straße 32-36 war bis 1997 das Hauptquartier der Commerzbank, bis diese in ihren Neubau (siehe landmarks) genau gegenüber zog. Das 108m hohe Haus wurde von Richard Heil geplant und 1973 fertiggestellt. Auch dieses Haus ist im Internationalen Stil errichtet wurden und war eines der ersten Hochhäuser im Bankenviertel, indem es heute vor lauter großen Nachbarn fast untergeht.

Das City Haus I, dass früher auch unter dem Namen Selmi-Hochhaus (nach dem Bauherrn Ali Selmi benannt) bekannt war sprengte die Höhendimensionen der frühen 1970er Jahre. Mit seinen 142m überragte es alle anderen Häuser deutlich. Ebenso deutlich war die Kritik, galt doch dieser Klotz als Zeichen der Stadtzerstörung. Ein gefundenes Fressen war, dass ein Feuer auf der Baustelle 1973 ausbrach. Dies bereitete der Frankfurter Feuerwehr große Sorgen, denn der Brand war im 40.Stockwerk ausgebrochen und die Einsatzkräfte hatten große Mühe den Brandherd zu erreichen, was erst nach 8 Stunden gelang. Viele Gegner des Hochhausbaus versammelten sich am umliegenden Platz der Republik und bejubelten das Feuer, wobei im Nachhinein Brandstiftung wohl ausgeschlossen werden kann. Ein Jahr später konnte das von Richard Heil und Johannes Krahn geplante Haus trotzdem eröffnet werden.
Das Haus ist eine Stahlbetonkonstruktion, dass aus zwei versetzten Hochhausscheiben besteht, welche durch einen Mittelteil verbunden sind. In mittlerer Höhe des Hochhauses befinden sich Technikgeschosse, die nach außen hin deutlich zu erkennen sind. Die ehemals sehr dunkle Fassade wurde nach der Sanierung des Hauses 2008 (durch das Frankfurter Büro von Christoph Mäckler) aufgehellt. Es ist heute noch ein wunderschönes Beispiel für die Architektur des International Styles und brauch auch einen Vergleich zu dessen Leitgebäude, dem Seagram Building in New York nicht zu scheuen.

Die hohen Wolkenkratzer in Frankfurt

Da wir Frankfurts höchste Wolkenkratzer schon innerhalb der Kategorie „Landmarks“ betrachtet haben, kommen wir jetzt zu den weiteren wirklich hohen Hochhäusern der Stadt. Wir sprechen dabei immer noch über eine Höhe von rund 200m. Alle diese Bauten wären in jeder anderen deutschen Stadt, das mit Abstand höchste Haus. In Frankfurt jedoch stehen diese Riesen etwas im Schatten, teilweise zu Unrecht.

Der dritthöchste Wolkenkratzer der Stadt hört auf viele Namen: Westendstraße 1, Westend Tower oder DZ-Bank Tower. Wie auch immer man ihn nennt, sein augenscheinlichstes Merkmal ist sein Dachaufsatz. Die Architekten Kohn Pedersen Fox wollten damit eine Krone symbolisieren, die auf Frankfurt als Ort der Kaiserkrönung verweist. Damit bei Frost und Schnee niemand auf dem Bürgersteig von Eisklumpen erschlagen wird, ist der Strahlenkranz (der einige an die Freiheitsstatue erinnert) beheizbar. Das Bauwerk besteht aus mehreren Teilen. Der Höchste ist der insgesamt 208m hohe Turm in der Form eines halben Zylinders. Dahinter befindet sich ein rund 150m hoher mit Granit verkleideter Quader, sowie Anbauten an den Seiten. Vor dem Haus steht eine Skulptur von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, die eine umgedrehte Krawatte darstellt. Insgesamt versucht sich die DZ-Bank in ihrem Hauptquartier als Kunstsammler zu etablieren, so ist jedes Stockwerk mit einer Fotoausstellung bestückt, die nach Anmeldung auch besucht werden können.

Der Maintower ist für viele Frankfurt Besucher und aufmerksame Hessenfernsehzuschauer sicherlich ein äußerst bekanntes Bauwerk, allerdings eins das man selbst nicht unbedingt sieht, denn von seinem Dach aus, sendet die Hessenschau und es befindet sich darüber gleichfalls eine Aussichtsterrasse, auf der man einen wunderbaren Rundumblick hat. Das Einzige was man dabei nicht sieht, ist natürlich das Bauwerk selbst. Dieses ist 200m hoch (mit Antenne sogar 240m) stammt vom Architekturbüro Schweger & Partner und wurde 1999 eröffnet. Ähnlich der DZ-Bank haben wir auch hier zwei dominante Baukörper in einem. Ein spiegelverglaster Zylinder folgt ein etwas niedrigerer Kubus. Auch in puncto Energieeffizienz wurden hier Maßstäbe gesetzt, so besitzt das Haus ein eigenes Blockheizkraftwerk mit Erdwärmesystem.

Der Tower 185 verwirrt etwas mit seinem Namen, denn die Zahl 185 steht für die ursprünglich geplante Bauhöhe. Tatsächlich ist der 2011 eröffnete Wolkenkratzer von Architekt Christoph Mäkler 200m hoch. Er bildet eine Art Beginn für das dahinter entstehende Europaviertel. Drei Baukörper vereinen sich bei diesem Wolkenkratzer. Zwei auf ihren Achsen verschobene Hochhausscheiben mit einer Aluminium-Glas Fassade nehmen einen verglasten Zylinder in die Mitte. Ein sechsgeschossiger hufeisenförmiger Vorbau schließt das Gebäude zur stark befahrenen Friedrich-Ebert-Anlage ab. Auch hier wurde natürlich wieder auf energieeffizientes Bauen geachtet und so sollen Energieeinsparungen um 25% im Vergleich zu einen traditionellen Hochhaus möglich sein.

Das Trianon sieht älter und unscheinbarer aus als es ist. 1993 eröffnet, misst es 186m, die zumeist von einer Spiegelglasfassade verkleidet sind. Das Haus ist der geometrischen Form des Dreiecks gewidmet, denn es hat die Form eines gleichseitigen Dreiecks mit an den Ecken wiederum angebrachten Dreiecksformen. Das Dach – und das ist die wohl größte Besonderheit – bildet eine umgedrehte, natürlich dreiseitige, Pyramide. Der Name Trianon bezieht sich dann auch auf seine Form. Verantwortlich für den Bau sind mehrere Büros: Novotny Mähner Assoziierte, HPP International und Albert Speer & Partner.

Landmarks Frankfurts (Europaturm, Commerzbank Tower, Messe Turm, neue EZB)

Mit dem englischen Begriff „landmark“ ist eigentlich ein natürlicher oder menschgemachter Gegenstand gemeint, der zur Orientierung nutzt, gemeint. Dieser ist leicht zu identifizieren und daher auch für die Herausbildung eines Ortes ein wichtiger Gegenstand der Wiedererkennung. So können landmarks herausragende Gebäude einer Stadt sein und in Mitten vieler anderer Gebäude stehen, die weniger Aufmerksamkeit erregen. In unserer Zeit, in welcher ein Konkurrenzkampf der Städte nach Touristen und Attraktivität für zahlungskräftige Bewohner besteht, sind „landmarks“ ein Mittel um Anziehungskraft, Identität und Interesse zu erzeugen. Ein Wiedererkennungswert mit Mehrwert sozusagen. Mit einem oder gar mehreren herausragenden Bauwerken soll die Attraktivität der gesamten Stadt erhöht werden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Stadt Bilbao, die durch den Bau und die Eröffnung des spektakulären Guggenheim Museums von Frank O. Gehry, einen Touristenstrom in Gang setzte und zu einer großen Um- und Neugestaltung des vorher sehr heruntergekommenen Stadtzentrums führte. So ist es in den letzten Jahrzehnten bei einigen Stadtvätern zu einem verstärkten Interesse an „landmark building“ gekommen, um die Attraktivität ihrer Stadt zu erhöhen (ob das immer funktioniert, was das kostet und letztendlich bringt etc., steht auf einem anderen Blatt).
Natürlich gibt es keine feste Kategorie für „landmarks“, auch wird der Begriff teilweise negativ aufgefasst, als dysfunktionale Geldverschwendung für Architektur, doch darum soll es hier nicht gehen. Die folgenden vier Gebäude wurden ausgewählt, da sie durch ihre hohe Sichtbarkeit innerhalb der Stadt Frankfurt eine gewisse Prominenz des Sehens in der Stadt am Main haben und gleichzeitig interessante architektonische Stile wiederspiegeln. Der Fokus liegt hier also auf Höhe, weniger auf architektonischer Tradition oder gar Wert.

Als erste „landmark“ stellen wir ein Bauwerk vor, was gar kein Haus ist, sondern ein Turm, hier aber mit besprochen werden soll, weil es die höchste Architektur der Stadt ist: der Europaturm. Nördlich der Innenstadt gelegen, im Stadtteil Ginnheim, ist der Fernsehturm deutlich von den Hochhäusern abgegrenzt und mit einer Gesamthöhe von 337,5m ist er auch höher als jeder Wolkenkratzer Mainhattans. Der „Ginnheimer Spargel“ wäre sogar Deutschlands höchstes Gebäude, hätte man ihn mit einer etwas höheren Antenne ausgestattet, denn seine reine Bausubstanz ist 295,4m hoch (beim Berliner Fernsehturm, dem Spitzenreiter mit hoher Antenne, sind es nur 248m). Der Bau war nötig geworden, da das Fernmeldehochhaus in den Hochhäuser der Innenstadt höhentechnisch zu verschwinden drohte. So wurde 1978 der Turm eröffnet, für dessen Konstruktion Johannes Möhrle, Peter Metzger und Erwin Heinle verantwortlich waren. Die Kanzel beherbergte in ihren sechs Geschossen auch ein Restaurant mit 200 Plätzen, dass aber schon seit Jahren für Publikum aus Brandschutzgründen geschlossen ist, wie auch der Rest des Turms. Die Kanzel misst an ihrer breitesten Stelle 60m. Darüber befinden sich sieben Parabolspiegel, die dem Turmabschluss ein besonderes Aussehen geben. Nachts wird der Turm in der Farbe Magenta angestrahlt, die auf den Betreiber des Bauwerks hinweist.
Der CommerzbankTower ist Frankfurts höchstes Haus und nicht nur deshalb stellt es einen markanten Sichtpunkt in der Skyline der Stadt dar. Der Wolkenkratzer ist in Richtung Norden und Westen von anderen Hochhäusern umgeben, in den anderen Richtungen aber weithin sichtbar und dominiert den Blick auf die zahlreichen Hochhäuser der Innenstadt. 1997 eröffnete die 259m hohe (mit Antenne 300m) Hauptzentrale der Commerzbank. Geplant wurde sie vom Architektenbüro Norman Fosters. Es war es bis 2003 das höchste Haus in Europa und liegt mittlerweile auf Platz 7.
Das Hochhaus hat den Grundriss eines Dreiecks und ist in Stahlskelettbauweise errichtet worden. Neben seiner Höhe ist das Gebäude für seine umweltfreundliche Klimatechnik bekannt, die sich in neun thematisch unterschiedenen Gärten (asiatische, mediterrane und amerikanische Klimazonen)  versinnbildlichen. Diese Gärten, die jeweils rund 15m Hoch sind und sich wie eine Kette um das Haus ziehen, sind nicht nur dazu da, den innen liegenden Büros Licht zu verschaffen, sondern haben eine elementare Funktion beim Klimaaustausch des Hauses. Dieser funktioniert auf Grund einer vorgehängten Glasfassade und schaffte einen hauseigenen Mikrokosmos. Der innenliegende Kern des Haus ist ein 160m hoher Atriumbereich, während sich die Versorgungsbereiche mit den Lifts an den abgerundeten Ecken des Wolkenkratzers befinden. Rund 2.100 Menschen arbeiten in dem rund 600 Millionen DM teuren Hochhaus, das übrigens nach Anmeldung zu verschiedenen Terminen besichtigt werden kann und unter anderen in den Panoramaliften einen großartigen Ausblick bietet.

Der Messe Turm ist mit seiner Höhe und seiner Form herausragend und von vielen Stellen in und um Frankfurt deutlich zu sehen. Interessant ist das er je nach Wetterlage und Standpunkt mal wie ein dünner Bleistift aussieht, mal wie ein mächtige Burg mit Spitze, denn gerade bei diesigen Wetter, beginnendem Abendhimmel und einiger Entfernung scheint der schlanke Riese geheimnisvollerweise etwas zuzunehmen. Bis zur Fertigstellung der Commerzbank war der, 1991 eröffnete, MesseTurm nicht nur Frankfurts, sondern Europas höchster Wolkenkratzer (und löste die Lomonossow-Universität in Moskau ab, die mit 240m seit 1953 diesen Titel hielt) und erreicht 257m. Er überragt den bisherigen deutschen Spitzenreiter Silberturm um fast 100m, war das erste Haus mit über 200m Höhe und stieß in Mainhattan in vollkommen neue Dimensionen vor. Gelegen direkt an der Messe befinden sich zwar einige Wolkenkratzer in der Nähe (wie Westend Gate oder T185), aber nicht in direkter Nachbarschaft, womit der monumentale Charakter des Hochhauses noch verstärkt wird.
Der MesseTurm ist ein Musterbeispiel an postmoderner Architektur. Vom Deutsch-Amerikaner Helmut Jahn geplant, beinhaltet der Turm die geometrischen Grundformen Kreis, Quadrat und Dreieck. Auf einer nur 41x41m langen Grundfläche des Sockels erwächst ein sich verjüngender Schaft, die wie eine startende Rakete scheinbar immer mehr Balast abwirft und an deren Ende die rote Granit Fassade in eine Glasfassade übergeht und an der Spitze in ein 36m hohes Dreieck mündet. In seiner Gestaltung und Anmutung ist eine Orientierung zu klassischen Art-Déco Hochhäusern durchaus sichtbar, ausdrücken möchte der Architekt jedenfalls Ruhm, Reichtum und Macht. Obwohl das Haus nicht nur eine eigene Postleitzahl und einen eigenen U-Bahn Zugang hat, ist es für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.

Das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) ist mit seinen 185m (201m mit Antenne) kein alles überragender Riese. Er reiht sich zwar in die Top 10 der höchsten Frankfurter Häuser ein, doch seine Maße sind nicht entscheidend. Viel wichtiger ist seine Lage und auch seine Form, denn das gläserne Hochhaus der Wiener Architekten Coop Himmelb(l)au steht im Osten der Stadt, anders als die weiteren Wolkenkratzer in der Stadtmitte und im Westend. Für den Bau wurde sogar der Frankfurter Hochhausrahmenplan geändert. Die neue EZB stellt einen neuen Sichtpunkt quasi am anderen Ende der Stadt dar und gleichzeitig soll es den Osten der Stadt beleben und aufwerten, sollen doch rund 2.300 Bänker darin arbeiten. Gleichzeitig ist es ein höchst interessantes architektonisches Projekt, denn es bezieht die Großmarkthalle von Martin Elsaesser, eines der bedeutendsten Werke der Moderne in Deutschland, mit in den Gebäudekomplex ein.
Ganz klar ist das neue Hochhaus ein Prestigeobjekt für die EZB. In einem internationalen Wettbewerb setzten sich Coop Himmelb(l)au durch, auch weil sie die Regel, die denkmalgeschützte Großmarkthalle mit einzubeziehen und nicht abzureißen verwirklichte. Jedoch wird die rund 220m lange Halle, die 1928 zu ihrer Eröffnung, der größte stützenfreie Stahlbetonbau der Welt war, mit einem Querriegel durchschnitten, was zahlreiche Kritik hervorrief, aber dennoch erlaubt wurde. Der eigentliche Wolkenkratzer besteht aus zwei verdrehten Hochhausblöcken, die mit einem vertikalen Atrium mit Gärten verbunden sind. Das rund 1,2 Milliarden teure Objekt soll in diesem Jahr (2014) eröffnet werden.