Geschichte Sevillas

Sevillas Geschichte reicht bis tief in die Vergangenheit und ihre Anfänge sind nicht wirklich geklärt. Sie beginnt schon bei den Phöniziern, die hier einen Handelsstützpunkt gründetet haben sollen. Klar ist jedoch, dass schon vor Ankunft der Römer der Ort bevölkert war und die Römer den Ort „Hispalis“ nannten, was sich vom phönizischen „Spal“ ableitet und wohl „unteres Land“ bedeutet. Die Stadt hatte eine wichtige strategische Bedeutung, weil der Fluss Guadalquivir, welcher damals noch „Betis“ genannt wurde, hier in einen beschiffbaren Binnensee mündete und sich als Hafen hervorragend eignete. Vom Flussnamen her, leitete sich auch die römische Provinz „Baetica“ ab, deren wichtigster Ort Hispalis war. Mit dem Ende der römischen Zeit kamen 428 die Vandalen, mit jenen die Plünderungen des Ortes, bevor letztendlich die Westgoten die iberische Halbinsel einnahmen. Sie machten die Stadt zu einem Bischofssitz, in welchem Isidor von Sevilla lebte und arbeitete. Er galt als der letzte große gelehrte der Spätantike.

Doch die Herrschaft der Westgoten dauerte nicht lange an. 712 eroberten die Mauren die Stadt. Sie machten den Ort zur Hauptstadt einer Provinz und gaben ihr einen neuen Namen. Die Stadt wurde fortan Išbīliyya gerufen. Daraus wurde dann später, der heutige Name Sevilla. Auch in der Zeit islamischer Besetzung wechselten sich die Herrschaftsverhältnisse zwischen verschiedenen Kalifen ab, die es aber jeweils verstanden die Stadt auszubauen. Unter den Almohaden, die 1147 an die Macht kamen, wurde Sevilla zum wichtigsten Ort in „al-Andaluz“ (da ist die Bezeichnung  der maurischen besetzten Gebiete auf der iberischen Halbinsel, der Name Andalusien verweist noch heute darauf). Hier baute man die große Moschee, eines der prestigeträchtigsten Bauwerke der iberischen Halbinsel. Noch heute sind deren Reste in der Kathedrale auszumachen. 1248 eroberte Ferdinand III. von Kastilien die Stadt, was jedoch die Wirtschaftskraft der Region einschränkte, denn nach Schätzungen verließen rund 300.000 Mauren Sevilla und die Umgebung und wanderten nach Nordafrika oder Granada aus, das noch in islamischer Hand war. 1391 erlebte Sevilla ein blutiges Judenprogrom. Ein trauriges Schicksal das einige Orte auf der iberischen Halbinsel nach er Re-Christianisierung ereilte.
Sevillas Bedeutung wuchs mit der Eroberung der neuen Welt – Amerikas. Christopher Kolumbus entdeckte unter spanischer Flagge die neuen Territorien und schnell machten sich die Spanier daran, die dort gefundenen Schätze als die ihren zu reklamieren und nach Europa zu bringen. Sevilla wurde Hauptumschlagplatz des Amerikahandels und hatte eine Monopolstellung inne. Noch heute verweist man hier mit Stolz darauf, dass Sevilla im 16. und 17. Jahrhundert die wichtigste Stadt der Welt war. Auch wenn dies sicherlich diskutabel ist, so muss man sich schon verdeutlichen, dass nicht nur alle anderen spanischen Hafenstädte keine Rechte hatten, mit Amerika direkt zu handeln und so Händler immer erst Sevilla anlaufen mussten, auch andere europäische Handelsflotten mussten immer erst die Stadt am Guadalquivir besuchen, um an die kostbaren Güter zu gelangen. Sevilla wurde zu einem Zentrum von Handel, Macht, Wissen und Kultur. Amerigo Vespucci (nach ihm wurde der neue Kontinent benannt) oder auch Ferdinand Magellan (plante die erste erfolgreiche Weltumseglung, wenngleich er sie nicht überlebte) arbeiteten hier ihre Entdeckungsreisen aus. Die Casa de Contratación war das Verwaltungszentrum für alle amerikanischen Angelegenheiten des spanischen Staates und daher eine Art Superministerium, dass nicht in Madrid, sondern in Sevilla stand. Das Ende dieser Glanzzeit kam wie so viele Veränderungen in Spanien mit dem Erbfolgekrieg von 1701 bis 1714. Sevilla setzte auf die prohabsburgische Seite und mit der Übernahme der Macht durch die französischen Bourbonen verlor die Stadt 1717 ihr Handelsmonopol an Cádiz. Zweifellos trug zu dieser Entscheidung auch die zunehmende Versandung des Guadalquivir bei.
Trotzdem überlebten zahlreiche Verbindungen zur neuen Welt, 1728 nahm beispielswiese die Real Fábrica de Tabacos ihre Arbeit auf. Im damals zweitgrößten Gebäude Spaniens (nachdem El Escorial) wurde, wie der Name hinweist, Tabak produziert. 1758 wurde die erste spanische Zeitung außerhalb Madrids in Sevilla herausgegeben, jedoch dauerte es bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ehe die Stadt einen Bau- und Bevölkerungsboom erlebte. Auch wenn Sevilla keine Industriestadt wurde, siedelten sich einige Gewerbe an, insbesondere die Keramikproduktion. Das Wachstum wurde beschleunigt durch den Abriss der alten Stadtmauern und den Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1929 war die Stadt Gastgeber der Ibero-Amerikanischen Ausstellung, der die Ausdehnung der Stadt nach Süden beschleunigte, indem man neben dem Maria Luisa Park auch den immer noch imposanten Plaza de España schuf. Im spanischen Bürgerkrieg fiel die Stadt sehr schnell in die Hände der franquistischen Truppen.
Neuen Glanz sollte Sevilla anlässlich der 500 Jahrfeier der Entdeckung Amerikas erhalten. 1992 erhielt man die Weltausstellung. Dafür wurde sogar die erste Hochgeschwindigkeitszugstrecke Spaniens von Madrid nach Sevilla verlegt (das der damalige Ministerpräsident Felipe González aus Sevilla stammte, war für Region sicherlich nicht abträglich) und ein riesiges Expo-Gelände angelegt, welches leider heute in weiten Teilen zeigt, dass Großereignisse und Nachhaltigkeit meistens nicht Hand in Hand gehen. Ein Teil der Fläche wird versucht gerade wiederzubeleben, mit dem neuen Wolkenkratzer Torre Cajasur, der mit seinen 180m Höhe dem Stadtbild eine neue Wendung gibt.

Sevilla

Geschichte Sevillas | urban facts Sevilla

Sevilla ist nicht nur die Hauptstadt von Andalusien, größte Stadt und wirtschaftliches Zentrum der bevölkerungsreichsten Communidad Spaniens, sondern in einer ohnehin touristisch sehr erschlossenen Region noch einmal das Zentrum für Besucher des Südens der iberischen Halbinsel. Statistiken zeigen, dass Sevilla nach Madrid, Barcelona und der Touristenbadehochburg Benidorm der 4.meist besuchte Ort im Lande ist (nur zur Erinnerung, Spanien ist das Land mit den meisten Touristenzahlen auf der Welt). Und das hat seine Gründe, die in der reichen und noch heute teilweise sichtbaren Historie der Stadt ebenso liegen, wie in der malerischen Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen, in den Traditionen (sei es nun der hier geborenen Flamenco oder die Darreichungsform der „Tapas“), die bei den jährlichen Osterprozessionen ihren Höhepunkt finden und natürlich auch beim Wetter, dass allerdings im Sommer auch schon zu heiß werden kann (inoffiziell hat man in Sevilla 2003 die zweithöchste jemals erreichte Temperatur in Europa, mit 47 Grad Celsius, gemessen).

Sevillas lange und bedeutende Geschichte reicht von der Antike über die Rolle bei der Entdeckung Amerikas und den Handel mit der neuen Welt, deren einziger Handelsorts die Stadt war, bis in unsere Zeit, als mit der Weltausstellung 1992 ein großer Aufschwung zu erleben war, deren Nachhaltigkeit aber nicht immer dauerhaft Bestand hatte. Die Bedeutung der Stadt liegt auch Sevillas Lage am Fluss Guadalquivir, dem fünft längsten der iberischen Halbinsel, der ab hier auch für seetaugliche Schiffe befahrbar ist und damit die Stadt eine enorme strategische sowie handelspolitische Bedeutung gibt und der ebenso das Stadtbild prägt, was für spanische Städte eher ungewöhnlich ist. Spannend ist auch, dass der Fluss bis vor der maurischen Besetzung im 8. Jahrhundert „Betis“ genannt wurde und sich dieser Name noch heute in zahlreichen Formen wiederfindet. Nicht zu vergessen ist, dass Sevilla Schauplatz von zahlreichenden erzählenden Kunstformen ist; mindestens fünf Opern (Bizets „Carmen“, Mozarts „Don Giovanni“ und „Die Hochzeit des Figaros“, Beethovens „Fidelio“ und Rossinis „Der Barbier von Sevilla“) handeln alle hier und auch heute findet sich der Ort als Schauplatz von Entertainmentprodukten wieder, so beginnt der Film „Mission Impossible II“ in Sevilla, führt aber wegen seiner wilden Vermengung von Trachten und Traditionen eher zu Missbilligung beim spanischen Publikum.

Barcelona

Geschichte Barcelonas | urban facts Barcelona | Hochhäuser in Barcelona

Katalonien ist ein stolzes Land, im spanischen Staat, mit einer prachtvollen Hauptstadt – Barcelona. Die Olympiastadt von 1992 bietet alles was das Herz begehrt. Gelegen an der bergigen Küste des Mittelmeeres umrahmt von den Bergen Montjuic und Tibidabo und den Flussmündungen des Llobregat und des Besòs entwickelt die Stadt einen einzigartigen Charme, eine Art Brücke zwischen iberischer und westeuropäischer Kultur. Barcelona kann dabei fast alles aufbieten; einen einzigartigen architektonischen Reichtum insbesondere von gotischen und Jugendstil- (hier „modernisme“ genannt) Gebäuden und einer Reihe sehr sehenswerter zeitgenössischer Gebäude (auf die wir hier näher eingehen wollen), ein pulsierendes Leben, das Meer vor der Tür mit Hafen und Flughafen, nur rund 150km zu den Pyrenäen  und nicht zu vergessen, einen Weltklasse-Fußballklub. Nicht zuletzt deshalb gibt es in Spanien wohl keinen größeren Konkurrenzkampf als den zwischen Madrid und Barcelona, dieser beschränkt sich keinesfalls auf den Fußball, wie am Beispiel der Spiele zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid gezeigt werden soll. Auch was die Attraktivität bei Touristen angeht stehen beide Städte in Konkurrenz, obwohl laut eurostat Statistik Barcelona weltweit auf Platz 25 der beliebtesten Städteziele liegt, Madrid aber nur auf Rang 41 rangiert. (Link: http://blog.euromonitor.com/2015/01/top-100-city-destinations-ranking.html) Die wohl wichtigste Konkurrenz sieht man in der politisch-ideologischen Verortung. Barcelona, und Katalonien insgesamt, sehen sich immer weniger als Teil Spaniens und sind eine der stärksten Regionen in Europa, die nach Unabhängigkeit von bestehenden nationalstaatlichen Reglungen träumen. Dabei spielt auch die Geschichte der Stadt eine bedeutende Rolle, der wir uns hier nähern wollen.

urban facts Sevilla

Einige Daten und Fakten über Sevilla

 

Allgemeine Daten:

[table th=“0″]
Einwohner (Ballungsraum),“696.679 (1.519.000) viertgrößte Stadt Spaniens und größte Stadt Andalusiens“,
Einwohnerentwicklung,“2001-2011: +2,62%“,
Fläche,“141 km²“,
Bevölkerungsdichte,“4.941 Einwohner/km² “
Geographische Höhe,“13m“
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr,“538mm / 50 / 2917″
Fluss,“Guadalquivir (667km lang; 5. Längster Fluss der iberischen Halbinsel; ab Sevilla mit Hochseeschiffen befahrbar)“
KfZ-Kennzeichen, SE (veraltet)[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeister,“Juan Ignacio Zoido Álvarez (PP; konservative Volkspartei) seit 2011″
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien“
Anzahl Besucher im Jahr,“genaue Zahl unklar; laut einigen Statistiken die am viertmeisten besuchte Stadt Spaniens nach: Madrid, Barcelona und Benidorm“,
Flughafen,“Aeropuerto de Sevilla-San Pablo (SVQ; eröffnet 1919; 3.8 Mio; PAX 2014; 13.größter Flughafen Spaniens; 1 Landebahnen 09/27; 10km NO der Stadt)“
ÖPNV,“Metro: eine Metrolinie (seit 2009 eröffnet; Länge: 18km bei 22 Stationen; 3 weitere Linien in Planung)“~~Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_Sevilla~~“Straßenbahn: eine Straßenbahnlinie („Metro Centro mit 2.2km Länge bei 5 Haltestellen; eine Verlängerung bis zum Bahnhof Santa Justa ist geplant“)“
Entfernung nach…,“Madrid (535km; Auto: 4h50min; Bahn: 2h30min)~~Valencia (662km; Auto: 5h45min; Bahn: 3h50min)~~Lissabon (390km; Auto: 4h; Bahn: keine Bahnverbindung nach Li. vorhanden!!)~~Malaga 200km (Auto: 2h15min; Bahn:1h55min)~~~~nächster Ort über 500.000: Malaga 200km~~nächster Ort über 1.000.000: Lissabon 390km“[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Anzahl Universitäten,“2:~~ Universidad de Sevilla; 1505 gegründet; mit über 84.000 Studenten 2.größte Universität Spaniens ~~Universidad Pablo de Olavide; 1997 gegründet mit 10.000 Studenten“
Anzahl Museen,“16 (bei wikipedia gelistete Museen; engl. Ausgabe)“
Größte jährlichen Feste,“Semana Santa (Karwoche)“
Sportvereine der Stadt,“Fußball:~~FC Sevilla; 1x span.Meister; 5x span.Pokalsieger; 3x UEFA-Cup/EuropaLeague Sieger; Ø-Zuschauer: 31.721@Ramón Sánchez Pizjuan (13/14)~~Real Betis: 1xspan.Meister; 2xspan.Pokalsieger; Ø-Zuschauer: 30.900@Benito Villamarín (13/14)~~Basketball:~~CB Sevilla: 2x span.Vizemeister; ( Ø-Zuschauer: 3.532@Palacio San Pablo (14/15)~~Rudern: der Guadalquivir ist einer von nur drei offiziell zugelassenen internationalen Trainingsplätzen der FISA“
Erste urkundliche Erwähnung,“genaue Datierung nicht möglich, rund 2200 Jahre alt.“
Großstadt seit,“1842″
Das entscheidende Jahrhundert,“Im 16. Jahrhundert wird Sevilla Monopolhafen für den Amerikahandel“
Meisten Einwohner im Jahr,“1991 (704.885)“
Motto,“NO 8 DO: 8 ist als Wollknäuel zu lesen; steht für NO MADEJA DO; was wiederum für „No me ha dejado steht“ (=“sie hat mich nicht verlassen“); das soll der Alfons X. gesagt haben, als er nach seiner Entthronung in Sevilla lebte“[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Kathedrale“
Architektonisches Highlight,“Réal Alcazar“
Höchstes Gebäude,“Torre Cajasur (180m)“
Anzahl Starbucks,“4″
wichtige Unternehmen vor Ort,“Airbus, Renault, Cruzcampo“
Arbeitslosenquote,“26,79% (2.2015)“[/table]

Hochhäuser in Madrid

Lage und historische Entwicklung | Überblick über Madrids Hochhäuser | Beschreibung der Hochhäuser | Karte

Lage und historische Entwicklung

Madrid ist für europäische Verhältnisse durchaus eine Hochhausstadt. Unter den europäischen Städten steht sie auf Platz sieben, was die Anzahl der Wolkenkratzer betrifft (dafür reichen schon 5 Häuser mit über 150m Höhe aus). Die vier höchsten Wolkenkratzer Spaniens stehen alle in Madrid und zwar alle nebeneiander, was eher ungewöhnlich, aber ein Merkmal der Stadt ist. Madrid besticht darin, dass viele Hochhäuser in zusammengefassten Gebieten stehen. Herausragend ist das Viertel CTBA („Cuatro Torres Business Area“ = „Vier Türme Geschäftsgebiet“), das am nördlichen Rand der Stadt liegt, sowie das davon rund 3 km stadteinwärts gelegene Gebiet AZCA. Dazwischen finden sich immer wieder vereinzelte Hochhäuser, die entweder an der Straße „Gran Via“ im Zentrum, oder an der „Paseo de la Castellana“ liegen, die aus dem Zentrum nach Norden herausführt (und zwar an AZCA vorbei bis nach CTBA). Durch Madrids Größe und die Zergliederung der Hochhäuser in einander entfernte Gebiete, ist eine einheitliche Hochhausskyline, wie man sie aus Frankfurt kennt, nicht vorhanden, die Stadt wird daher nicht von seinen Hochhäusern dominiert, sondern sie tauchen in ihrer Silhouette (zumeist am Rande) auf.

Historisch gesehen begann die Geschichte der Hochhäuser in Spaniens Hauptstadt sehr früh. Mit dem Edificio Telefónica bekam die Stadt bereits 1929 sein erstes, vielgeschossiges Haus mit einer für damalige europäische Verhältnisse erstaunlichen Höhe von 89m (nur wenige Meter niedriger als das höchste europäische Gebäude zu damaliger Zeit, das Liverpooler Royal Liver Building). Es entstand auf Madrids neuer Prachtstraße der Gran Via, die sich von Ost nach West durch die Innenstadt zog. Am westlichen Ende der Straße, wenn diese auf dem Plaza España mündet, wurden in den 1950er Jahren zwei weitere monumentale Hochhäuser gebaut, welche zum Glanz der franquistischen Hauptstadt beitragen sollten. Sowohl das 117m hohe, im rötlichen Ton gehaltene, Edificio España, als auch der weiße Torre de Madrid (124m) sind beide von den Architektengebrüdern Joaquín und Julián Otamendi erdacht und versinnbildlichen die Zurschaustellung der Potenz des „neuen Spaniens” und der weltstädtischen Metropole Madrids unter Franco.
Für die Hochhausentwicklung der Stadt tritt in den Folgejahren eine zweite Straße auf den Plan, der Paseo de la Castellana (früher noch Avenida del Generalísimo genannt). Dieser führt von der Innenstadt am Plaza Colon über 6km nach Norden. Neben Botschaften, Banken und Geschäftshäusern, gibt es zwei Dominanten die diese lange Straße heute prägen. Auf der Hälfte der Strecke gelegen ist dies AZCA, das erste Hochhausviertel Spaniens. Die Pläne dafür reichen zurück bis Jahr 1946 (Plan Bidagor). Sie sahen vor den schnell wachsenden Madrider Norden, ein hochaufschießendes modernes Zentrum zu geben. Das sogenannte AZCA (ein Akronym für Asociación Mixta de Compensación de la Manzana A de la Zona Comercial de la Avenida del Generalísimo de Madrid) sollte mit U-Bahn Anschluss und zahlreichen Geschäfts- und Wohnhäusern auf einem mehr als 200ha großem Areal Platz für die Stadt der Zukunft bieten. Auch ein Botanischer Garten und eine neue Oper wurden in die Planungen aufgenommen, jedoch nie verwirklicht. Die Bauarbeiten begannen in den 1970er Jahren und erreichten mit dem 1988 fertig gestellten Torre Picasso ihren Höhepunkt. Damit hatte Madrid ein neues höchstes Haus und seinen ersten Wolkenkratzer. Im Laufe der Jahre jedoch verfällt der Glanz von ASCA etwas. Zwar sind auch heute noch viele Büros vermietet und die Geschäfte ziehen immer noch Konsumenten in Scharen an, aber eine merkwürdige Leere macht sich in den Fußgängerpassagen zwischen den Hochhäusern breit, die nur spärlich von Skateboardern oder Spaziergängern genutzt werden und eher als Durchgang fungieren, denn als urbaner Ort. An den überdachten Flächen liegen manchmal Bettler herum und in den Tiefgeschossen finden sich nicht nur Diskotheken, sondern auch weitere Geschäfte mit einschlägigem Ruf.  Hochhaustechnisch wurde dieses kleine Manhattan Spaniens zu Beginn des 21. Jahrhunderts abgelöst, als 3km weiter nördlich am Ende der „Castellana“ das schon erwähnte CTBA gebaut wurde, dessen Hochhausdimensionen alles auf der iberischen Halbinsel in den Schatten stellt. Gleich alle vier Wolkenkratzer überflügelten die bis dato in Spanien unerreichte Gebäudehöhe von 200m. Dieses neue Finanz- und Wirtschaftsgebiet entstand auf dem ehemaligen Trainingsgelände von Real Madrid, dass der Verein äußerst gewinnbringend veräußern konnte (durch die Einnahmen aus dem Verkauf, der erst durch eine – mindestens bei Fußballfans umstrittene – Umwidmung von Parkflächen in Bauland gelang, konnte der Verein sich komplett entschulden und danach sein „Galacticos“ Programm starten d.h. den Kauf der damalig sehr teuren Stars wie Zidane, Beckham oder Figo finanzieren). Die Türme können als die neuen Markierungspunkte von Madrid gelten, denn von fast jedem Aussichtspunkt sind sie bis weit hinaus ins Land auszumachen. Problemlos kann man sie bei guter Sicht von El Escorial Schloss (45km von Madrid entfernt) oder der Sierra Guadarrama (rund 60km von Madrid entfernt) CTBA erkennen, wobei durch die gestaffelte Anordnung nicht immer alle vier Wolkenkratzer zu sehen sind.

Überblick über Madrids Hochhäuser

In der folgenden Übersicht sehen Sie alle Hochhäuser dieses Kapitels, die sie in der aufgeführten Reihenfolge weiter unten im Text mit einer kleinen Beschreibung finden können. Alle Gebäude mit einer Höhe von 100m sind in dieser Aufstellung vorhanden, sowie einige wenige weitere interessante Bauwerke geringerer Höhe

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Name des Hochhauses, Höhe, Architekt, Gebiet / Straße
Torre CEPSA, 250m, Norman Foster & Partner, CTBA
Torre de Cristal, 249m, César Pelli, CTBA
Torre PwC, 236m, Rubio & Álvarez-Sala, CTBA
Torre Espacio, 224m, Pei Cobb Freed & Partners, CTBA
Torre Picasso, 157m, Minoru Yamasaki, AZCA
Torre de Madrid, 142m, „Julio und Joaquim Otamendi“, Gran Via
Torre Europa, 121m, Miguel Oriol e Ybarra, AZCA
Edificio España, 117m, „Julio und Joaquim Otamendi“, Gran Via
Torres de Colon, 116m, Antonio Lamela, Castellana
Torres KIO, 114m, „Philip Johnson und John Burgee“, Castellana
Torre BBVA, 107m, Francisco Javier Sáenz de Oiza, AZCA
Torre Titania, 104m, „Pablo Muñoz und Pedro Vilata“, AZCA
Torre del Complejo Cuzco,100m, Antonio Perpiña, Castellana
Torre de Valencia,94m, Francisco Javier Carvajal, Retiro
Edificio Telefonica, 89m, „Ignacio de Cárdenas und Louis S. Weeks“, Gran Via
Torre Mahou, 85m, „Arce und  Malibran und Salata“, AZCA
Torres Blancas, 71m, Francisco Javier Sáenz de Oiza, Avenida de America
Edificio Mirador, 63m, MVRDV, Sanchinarro
Torrespania, 232m, Emilio Fernández Martínez de Velasco, Retiro
[/table]

Beschreibung der Hochhäuser

Das höchste Haus Spaniens bzw. Madrids wurde 2008 fertiggestellt und hat seither schon vier Mal seinen Namen geändert.  Ursprünglich war das Gebäude für den Mineralölkonzern Repsol geplant, der das Haus aber für über 800 Mio. € an die Bank Caja Madrid veräußerte, die ihren Firmensitz darin errichtete. Diese wiederum fusionierte zur skandalumwitterten Bankia-Bank. Seit 2014 heißt das Bauwerk nun Torre CEPSA.  Es ist mit 250m Höhe das höchste Bürohaus Spaniens und wurde von Sir Norman Foster + Partners konzipiert. Bei einem ersten Blick erinnert es ein wenig an ein CD-Regal. Das Gebäude kann wie ein großes Tor gesehen werden, indem sich die Büroetagen wie in einen Rahmen befinden, in welchem der Serviceteil untergebracht ist. Der elegante Bau steht aus Richtung Stadt kommend gleich am Beginn des CTBA Viertels.

Der Torre de Cristal von Cesar Pelli ist mit 249,5m nur 60cm kleiner als der Torre CEPSA. Er wirkt wie ein gemeißelter Block aus Kristall, der durch die verschiedenen Winkel seiner Fassade die Sonne auf immer andere Weise reflektiert. Obwohl die Form auch an einen ägyptischen Obelisken erinnert, hat sie doch eine komplett zeitgenössische, dekonstruktivistische Form, die wie eine  ¼ Kilometer hohe Plastik ausschaut. In Richtung seiner Spitze neigt sich die Fassade verstärkt. Unter dem Dach befindet sich ein Wintergarten.

Auch der Torre PwC hat nicht mehr seinen ursprünglichen Namen, sondern hieß zu seiner Einweihung 2008 noch Torre Sacyr Vallehermoso. Mit 236m Höhe ist der Turm der dritthöchste des Viertels CTBA, der Stadt und des Landes. Das Gebäude wird unterschiedlich genutzt, beherbergt unter anderem auch ein Fünf-Sterne Hotel. Der Bau besteht aus drei gleichseitigen, an jeweiligen nach außen schauenden Seite abgerundeten, Dreiecken, welche dem Gebäude drei horizontale „Falten“ bieten, die wiederum natürliches Licht ins Innere des Gebäudes lassen. Die dunkle Fassade ist doppelt verglast und bietet eine bräunlich Optik, die wohl einen besonders edlen Ausdruck vermitteln möchte.

Der Torre Espacio ist mit seinen 224m (bis Spitze 236m) Höhe der viertgrößte der vier Hochhäuser der “Cuatro Torre Business Area” im Norden von Madrid, erreichte aber als Erster 2006 eine strukturelle Höhe von über 186m und überflügelte damit den bisherigen Rekordhalter in Spanien, das Gran Bali Hotel in Benidorm. Er war der erste fertiggestellte Bau des CTBA und schon beim Erreichen seiner Endhöhe gab es ein großes Fest mit Feuerwerk, was dann auch den Brand, der bei den Bauarbeiten ausgebrochen war, aber keine größere Zerstörung anrichtete, vergessen ließ. Das Architekturbüro Pei Cobb Freed &  Partners gaben dem Bauwerk eine bemerkenswerte Form, die skulpturalen Charakter hat. Der Turm dreht sich gewissermaßen nach oben. Auf Bodenhöhe besteht sein Grundriss aus einem Quadrat, dass sich zu einer leicht geschwungenen Raute entwickelt und an dessen Dach sich ein elliptischer Grundriss aufzeigt.

Mit 151m ist der Torre Picasso von Minoru Yamakasi (Architekt des 2001 untergegangenen WTC in New York) das höchste Gebäude des AZCA Komplexes. Der 1988 fertiggestellte Bau war zu seiner Einweihung auch das höchste Hochhaus Spaniens. Die Planungen für den Bau reichen bis 1975 zurück, als Yamakasi den Zuschlag für seinen Entwurf bekam. Der Torre, der seinen Namen vom gleichnamigen Platz auf dem er steht hat, hat eine starke horizontale Betonung, da schmale Fensterbereiche von Etage 3 bis 43 durchgehend nach oben führen. Die ersten beiden Etagen haben keine Fenster, sondern nur einen gläsernen Rundbogen, der das Eingangsportal darstellt. Allerdings kann man diesen Bereich erst bei näheren Betrachten sehen, da das Bauwerk etwas unterhalb der gewöhnlichen Höhe der Freiflächen von AZCA liegt. Der Torre Picasso war in den vergangenen Jahren auch Kulisse für einige spanische Fernsehserien oder Filme, der berühmteste sicherlich Alejandro Amenábars „Abre los ojos“. Das Haus war leider auch Zielscheibe des ETA Terrors, welche versuchte das Bauwerk zum Einsturz zu bringen. Der Plan wurde 1999 von der Polizei vereitelt.

Der Torre de Madrid ist Madrids höchstes Bauwerk der Innenstadt. Er erreicht 142m Höhe (mit Antenne sogar 165m) und war damit bei seiner Fertigstellung 1957 das höchste Haus Westeuropas. Er beendet gleichzeitig den Ausbau der Gran Via und gibt ihr, obwohl schon auf dem Plaza España liegend (aber in der Sichtachse der Straße) einen monumentalen Abschluss. Die Brüder Julián und José María Otamendi planten den Bau, der zur damaligen Zeit das höchste Betonbauwerk des Landes war. Seine architektonische Form deutet schon die Moderne an, ist aber beim international Style noch nicht angekommen (vergleicht man es beispielsweise mit dem Seagram Building in New York, dass ein Jahr später fertiggestellt wurde) sondern bewegt sich noch in der Formensprache des Monumentalbaus (obwohl politisch diametral entgegengesetzt findet zu jener Zeit im europäischen Osten ein ähnlicher Hochhausbaustil statt, siehe die „Sieben Schwestern“ in Moskau oder den Warschauer Kulturpalast). Das Haus wird sowohl für Wohnen als auch für Büros genutzt.

Der Torre Europa misst mit 121m und ist damit das zweithöchste Gebäude von AZCA und steht am nordwestlichen Ende des Komplexes in Nachbarschaft zum Bernabeu Stadion. Es wurde 1985 fertiggestellt nach Plänen von Miguel Oriol e Ybarra. Die Büros verteilen sich auf 30 Etagen und werden von mehreren Mietparteien genutzt. 2002 plante die ETA auch an diesem Haus einen Anschlag.

Edificio España ist der kleine, aber ältere Bruder des Torre de Madrid und steht am nördlichen Kopfende des Plaza Españas. Auch dieses 117m hohe Bauwerk wurde von den Brüdern Julián und José María Otamendi geplant. Seine Fertigstellung gelang 1953 und wurde ein Symbolbau für die Prosperität des Franco-Regimes, die gerade zur damaligen Zeit nicht bei der Bevölkerung ankam. Es beherbergte ein Luxus-Hotel, Läden, Büros, Wohnungen und einen Pool auf dem Dach. Seit Jahren steht das Haus allerdings leer und wurde zu einem Symbol für die spanische Immobilienkrise. 2014 kaufte der Chinese Wang Jianlin (der übrigens 26. reichste Mann der Welt) das Haus und will es wiederbeleben. Architektonisch wird das Edificio España teilweise dem Neobarock zugerechnet, ist aber ein Kind des europäischen Hochhausbaus der 1940er und 50er Jahre, dass in monumentaler Wucht daherkommt. Es bildet mit dem Torre de Madrid eine Einheit, obwohl es viel breiter und pompöser, als sein Nachbar ist und die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.

Die Torres de Colon sind aus der Hand von Antonio Lamela und wurden 1976 fertiggestellt. Sie werden im Volksmund gern auch „der Stecker“ genannt, wegen ihrer eigenwilligen Dachgestaltung. Die beiden Türme nehmen in ihren Ausgangspunkt in einem dreigeschossigen Sockelbau, dann erheben sich zwei getrennte Turmschäfte, die im grünen Dach wiederum vereint werden. Die braune Glasfassade kontrastiert etwas mit der mächtigen Dachkonstruktion dieses eigenwilligen Hochhauses, das immerhin 116m erreicht.

Der Plaza Castillia wird dominiert von den Torres KIO, welche offiziell Puerta de Europa genannt werden. Diese 114m hohen Gebäude sind um 15° geneigt. Sie wurden geplant vom Architektenduo Philip Johnson und John Burgee, die damals eine der ersten ausländischen Stararchitekten waren, die in Madrid bauten. Der Bau wurde 1996 fertiggestellt. Ihren Spitznamen KIO haben die Gebäude von der ausführenden Baufirma gleichen Namens. Die beiden Türme spielten eine nicht unwichtige Rolle in Álex de la Iglesias Komödie „El dia de la Bestia“.

Der Torre BBVA wurde 1979-81 nach Plänen von Francisco Javier Saenz de Oiza erbaut und ist die architektonische Perle des AZCA Viertels. Das Hochhaus ist noch das Hauptquartier der Bank, diese lässt sich allerdings bis 2015 einen neuen Unternehmenssitz im Norden der Stadt errichten und hat den Turm bereits 2007 verkauft, benutzt ihn aber noch bis zum Umzug. Der Torre BBVA besticht durch seine Klarheit und Eleganz. Die Stahl-Glas Fassade in einem Ocker-Ton gehalten intensiviert noch seine Farbgebung im Laufe der Jahre durch Oxidation. Die Ecken des Bauwerkes sind abgerundet und Balkonböden umlaufen das gesamte Bauwerk. Zwei Stahlbetonkerne stützen die Struktur des Hauses, die alle fünf Stockwerke von Auslegerplatten gehalten werden, welche die zwischenliegenden Geschosse stützen und in jeder 5.Etage ein säulenfreies Geschoss ermöglichen. Unmittelbar unter dem Gebäude verläuft ein Tunnel der Metro.

Der Torre Titania ist das jüngste Hochhaus im AZCA Distrikt und wurde 2013 eröffnet. Er folgt dem Edificio Windsor nach, der an dieser Stelle stand und am 12. Februar 2005 ausbrannte und nachher abgerissen wurde. Das 104m hohe Hochhaus, der Architekten Pablo Muñoz und Pedro Vilata, wird von einer Kaufhauskette benutzt und gilt als eines der größten Einkaufszentren des Landes.

Der Torre del Complejo Cuzco ist ein eher unscheinbarer Bau auf der Paseo de la Castellana, der unter vielen Namen auftaucht, da er gern auch nach den in ihm beheimateten Ministerien benannt wird. Mit 25 Etagen und einer Höhe von genau 100m ist der Madrids 14. höchstes Gebäude (zählt man die Torres KIO als zwei Bauwerke). Der 1973 eingeweihte Bau wurde von Antonio Perpiña geplant.

Das höchste Bauwerk unter 100m ist der Torre de Valencia mit 95m Höhe. Der 1973 beendete Bau ist ein Büro- und Wohnhaus, dass auf einem dreigeschossigen Sockel liegt, wobei die 25 Obergeschosse alle Wohnungen beinhalten. Architekt Francisco Javier Carvajal plante gegeneinander versetzte Baukörper, die bei näheren Hinsehen elegant wirken, aber aus der Ferne im sonst flachen Retiro-Viertel eher störend wirken.

Das Edificio Telefonica ist Madrids historischster Hochhausbau und eines der ersten Hochhäuser in Europa. Mit 89m Höhe war es zu seiner Fertigstellung 1929 nur einen Meter kleiner als das damals führende Royal Liver Building in Liverpool. Der Architekt des Hauses war Ignacio de Cárdenas, der sich allerdings auf eine Studie des Amerikaners Louis S. Weeks bezog. Obwohl amerikanisch inspiriert, zitiert das Haus durchaus europäische bzw. iberische Traditionen, wie beispielsweise beim Barock verspielten Aufbau über dem Haupteingang. Im Mittelpunkt der Geschichte stand das Hochhaus im spanischen Bürgerkrieg, wo es als Ausguck der republikanischen Truppen benutzt wurde, um die Armeen Francos zu beobachten. Außerdem war damals der Sitz der ausländischen Presse. Dies machte das Haus zu einem bevorzugten Ziel franquistischer Bombardements. Heute beherbergt es Räume des Telekommunikationsanbieters Telefonica, der im Erdgeschoss seinen Flagshipstore eingerichtet hat.

Der Torre Mahou wurde 1990 fertiggestellt und misst eine Höhe von 85m. Er wurde von Carlos Alberto Arce, Carlos Malibrán und Raúl Eduardo Salata geplant und gehört zum AZCA Distrikt. Das Bürohaus mit seiner violett-blauen Glasfassade hat unterschiedliche Mieter.

Die Torres Blancas gehören mit 71m nicht zu den höheren Häusern der Stadt, aber das Bauwerk von Francisco Javier Saenz de Oiza ist ein außergewöhnlich gelungenes Gebäude. Die Torres Blancas liegen im Osten der Stadt, an der Schnellstraße Richtung Barcelona und Flughafen. Sie sind ein Musterbeispiel für innovatives Bauen. Das Meisterwerk von Sáenz de Oiza ist ein Gebäude im Stil der organischen Architektur. Das Wohnhochhaus wurde 1969 fertiggestellt und steht in der Tradition großer Architekten, wie der Lehre Le Corbusiers; es soll selbstgenügsam sein, sich der Landschaft anpassen, Wohntypen in Villenform haben und rein aus Beton sein. Es nimmt aber auch Elemente von Wright auf, wie die Deckungsgleichheit von Form und Tragstruktur, die Übereinstimmung von allgemeiner Form und Details, biologische Analogien und Baumstruktur sowie die Vermeidung kartesianischer Geometrie. Auch die Torres Blancas, die allerdings nicht mehr ganz so weiß sind und wie ein riesiger Wohnbaum aussehen, wurden schon für einen Film verwendet. Sie sind in Jim Jarmuschs Film „The Limits of Control“ zu sehen.

In den Weiten der Neubaugebiete, die Madrids Rand überziehen sind immer wieder höchst ungewöhnliche Bauwerke zu sehen, die sich der Monotonie zeitgenössischer Wohnbebauung entgegenstellen. So auch das Edificio Mirador (auch bekannt als Residencial Sanchinarro, nach dem Bauort) der niederländischen Architekten von MVRDV. Das 63m hohe Wohnhaus bietet seinen Bewohnern nicht nur eine farbenfrohe Fassade an, sondern kreiert einen sehr ungewöhnlichen öffentlichen Raum auf 40m Höhe zwischen der 12. und der 18. Etage. Hier können sich die Bewohner in einem Gemeinschaftsgarten treffen.

Als letztes Bauwerk soll der Torrespaña erwähnt werden, der zwar kein Hochhaus, sondern ein Fernsehturm ist, aber mit einer Höhe von 232m durchaus eine bemerkenswerte Höhe erreicht (in der Liste der höchsten TV-Türme auf der Welt bedeutet dies allerdings nur Platz Nummer 70) und zur Silhouette der Stadt gehört. Der Turm wurde anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 1982 erbaut. Der Architekt Emilio Fernández Martínez de Velasco konzipierte einen Stahlbetonturm, der ohne Antenne 220m misst aber leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Karte

Auf der folgenden Karte ist die Lage der Hochhäuser in Madrid verzeichnet. Die beiden Hochhausgebiete sind besonders (hüpfend) gezeichnet.

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urban facts Leipzig

Einige Daten und Fakten zur Stadt Leipzig

 

Allgemeine Daten:

[table th=“0″]
Einwohner (Ballungsraum),“531.582 (Leipzig-Halle 1,09 Mio.) (2013)“,
Einwohnerentwicklung,“2012-2013: +2.06%“,
Fläche,“297 km²“,
Bevölkerungsdichte,“1788 Ein. pro km² “
Geographische Höhe,“113m üNN (höchster Punkt: 178m, tiefster Punkte: 97m)“
Niederschlagsmenge /Regentage / Sonnenstunden pro Jahr,“506mm / 97 / 1460″
Fluss,“Weiße Elster (245km); Pleiße (mündet hier nach 90km in die Weiße Elster“
KfZ-Kennzeichen, L[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeister,“Burkhard Jung (SPD)“
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Kreisfreie Stadt“
Anzahl Besucher im Jahr,“1,45 Mio (2013)“,
Flughafen,“Leipzig Halle Airport (LEJ; 2.33Mio PAX 2014; 1927 eröffnet; 2 Terminals; 2 Bahnen)“
ÖPNV,“S-Bahn Mitteldeutschland; seit 2013 mit Inbetriebnahme des City-Tunnels; 7 Linien mit 430 km Länge bei 104 Stationen; ca 55.000 PAX pro Tag~~Straßenbahn: eröffnet 1896 (seit 1872 Pferdebahn); heute 13 Linien auf 318 km Gleislänge~~61 Buslinien und 10 Nachtbuslinien~~51 Buslinien~~Tagesticket kostet 6,50€ (2014)“
Entfernung nach…,“Berlin (190km; Auto: 2h; Bahn: 1h15min)~~Dresden (110km; Auto: 1h10min; Bahn: 1h5min)~~Frankfurt (390km; Auto:3h30min; Bahn:3h30min)~~München 430km (Bahn: 4h40min; Auto: 4h)~~~~nächster Ort über 500.000: Dresden (110km)~~nächster Ort über 1.000.000: Berlin (190km)“[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Universitäten und Hochschulen,“Universität Leipzig (1409 gegründet; rund 28.000 Studenten in 14 Fakultäten) ~~weitere Hochschulen wie beispielsweise:~~Hochschule für Grafik und Buchkunst (1764 gegründet; 568 Studenten)~~Hochschule für Musik und Theater (1843 gegründet; rund 1.000 Studenten)~~Handelshochschule (1898 gegründet, 1992 Neugründung; 434 Studenten)~~Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (1992 gegründet, 6.300 Studenten)“
Größte jährlichen Feste,“Wave-Gotik-Treffen (Pfingsten, seit 1992, ca. 20.000 Besucher)“
Sportvereine der Stadt,“Fußball:~~VfB (Lok) Leipzig (gegründet 1893; 3xDt.Meister; 4xFDGB-Pokalsieger; 1xEC2 Finalist; heute 5.Liga)~~RasenBallsport Leipzig (gegründet: 2009 ;seit 14/15 2. Liga; Ø-Zuschauer: 16.735 (13/14@ RedBull Arena)~~Chemie Leipzig (gegründet 1949; 2xDDR-Meister, 2xFDGB-Pokalsieger; 2011 aufgelöst)~~Handball:~~HC Leipzig (Frauen; 21xLandesmeister (davon 15x in DDR); 9xPokalsieger (davon 8x in DDR); 4x Europapokalsieger; Ø-Zuschauer: 2.675 (09/10)~~DHfK Leipzig (Männer; gegründet 1954; 6x DDR-Meister; 1x Europapokal; Ø-Zuschauer: 1.994 (13/14) in 2.Liga“
Zeitung,“Leipziger Volkszeitung; Auflage 186.000 (2014)“
Erste urkundliche Erwähnung,“1015 (seit 1165 Stadtrecht)“
Großstadt seit,“1871; damals als 8. Stadt in Deutschland“
Meisten Einwohner im Jahr,“1930 (718.000)“
Kneipenviertel:,“Die Südvorstadt“
City Branding,“„Klein Paris“; „Heldenstadt“ (bezogen auf den Herbst 1989)“[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Völkerschlachtdenkmal“
Architektonisches Highlight,“Hauptbahnhof (bis 2013 Europas größter Kopfbahnhof)“
Höchstes Gebäude,“City-Hochhaus (142m; von 1972 bis 73 höchstes Haus Deutschlands)“
Anzahl Starbucks,“3″
Anzahl Pendler,“136.000 (86k Ein- und 50k Auspendler)“
Mindestbetrag  der am Bankautomaten (Sparkasse) angezeigt wird,“10€“
Straftaten auf 100.000 Einwohner,“13.526 (Platz 7. der „gefährlichsten Großstädte“)“
Kaufkraftindex in Deutschland (=100),“85,8″
Arbeitslosenquote,“10,3% (2013)“[/table]

Bevölkerungsentwicklung Leipzig:

von 1165 bis 1825

1165 1466 1507 1600 1648 1699 1727 1750 1800 1825
500 6.000 9.000 20.000 14.000 15.653 30.000 35.000 32.146 41.506

von 1849 bis 1930

1849 1871 1885 1890 1895 1900 1910 1920 1925 1930
62.374 106.925 170.340 295.025 399.963 456.124 589.850 620.000 679.159 718.200

von 1935 bis heute

1935 1940 1945 1955 1960 1970 1980 1990 1998 2012
699.300 709.100 581.528 613.707 589.632 583.885 562.480 511.079 437.101 520.838

Geschichte Leipzigs

Die Geschichte Leipzigs geht zurück auf das Jahr 1015, als der Ort als urbs Lipzi („Stadt der Linden“) erstmals erwähnt wurde. Das Örtchen lag günstig an der Kreuzung der Via Regia (vom Atlantik nach Osteuropa) und Via Imperii (von der Ostsee nach Rom). 1165 wurde Leipzig nicht nur das Stadtrecht, sondern auch das Marktprivileg erteilt. Die Stadt gehörte zur Markgrafenschaft Meißen, die 1439 zum Kurfürstentum Sachsen wurde. Im Jahr 1485 kam es zur sogenannten „Leipziger Teilung“, bei dem die Brüder Albrecht und Ernst das Land Sachsen aufgliederten. Die Stadt befand sich nun im Territorium der „albertinischen“ Linie (aus der „ernstinischen“ Linie entwickelte sich später Thüringen). Zur Hauptstadt der „Albertiner“ wurde aber nicht Meißen oder Leipzig ernannt, sondern das damals unbedeutende Dresden (zum Vergleich 1507 hatte Leipzig rund 9.000 Einwohner, Dresden aber nur 2.500).
In Leipzig gab es dafür aber eine Universität. Schon am 2. Dezember 1404 wurde die „Alma Mater Lipsiensis“ gegründet. Heute ist sie damit die zweitälteste durchgehend betriebene Universität auf deutschen Boden. Hier fand 1519 beispielsweise die Leipziger Disputation statt, ein Streitgespräch zwischen Martin Luther und dem katholischen Theologen Johannes Eck. Ebenso wichtig war das Messeprivileg der Stadt. 1497 wurde Leipzig zur Reichsmessestadt ernannt, Kaiser Maximilian I. erweiterte das Stapelrecht (Kaufleute mussten ihre Waren vor Ort anbieten) auf 115km (in diesem Umkreis durften keine weiteren Messen abgehalten werden). Leipzig entwickelte sich zu einem hervorragenden Handelsplatz, besonders der Fell- und Werkzeughandel erlangten europäische Bedeutung. Leipzigs Bedeutung wuchs stetig und mit ihr die Lebensqualität für die Bürger. Im 16. Jahrhundert wurde die Trinkwasserversorgung verbessert, um 1650 erschienen 6-mal wöchentlich die „Einkommenden Zeitungen“, die erste Tageszeitung der Welt. Der Dreißigjährige Krieg jedoch fügte der Stadt schweren Schaden zu, berühmt ist die Schlacht bei Lützen (etwa 30km südwestlich der Stadt), als der schwedische König Gustav Adolf fiel. Auch spätere Kriege zogen die Stadt unter Mitleidenschaft, so wurde während des Siebenjährigen Krieges Leipzig von den Preußen besetzt. Am bedeutendsten war aber 1813 die Völkerschlacht bei Leipzig, als die verbündeten Heere von Österreich, Preußen, Russland und Schweden die napoleonischen Truppen entscheidend schlugen und die Niederlage Frankreichs besiegelten.
Leipzig entwickelte sich auch zu einer bedeutenden Stadt des Buchdrucks. 1825 wurde hier der Börsenverein der Deutschen Buchhändler gegründet. Die in der Stadt ansässigen und wirtschaftlich immer bedeutender werdenden Händler forcierten den ersten Bau einer deutschen Ferneisenbahnstrecke nach Dresden, welche 1839 eröffnet wurde. Die mittlerweile einsetzende Industrialisierung in Deutschland führte dazu, dass Leipzig 1871 Großstadt wurde (als 7. Stadt im damaligen Kaiserreich, aber nach Dresden das schon seit 1852 diesen Status erreichte). Seit 1879 wurde das Reichsgericht in der Stadt etabliert, was das höchste Zivil- und Strafgericht im Deutschen Reich darstellte. Um die Jahrhundertwende erlebte Leipzig einen beispiellosen Bevölkerungsanstieg und war 1913 schon die viertgrößte deutsche Stadt mit 590.000 Einwohnern. 1930 waren es dann 700.000 Einwohner. Leipzigs Bedeutung als Messe und Medienstandort erlebte seinen Höhepunkt, wegen der verkehrstechnisch günstigen Lage im Herzen Deutschlands. Der 2.Weltkrieg führte auch in Leipzig zu erheblichen Schäden. Durch Bombardierungen verloren rund 6.000 Menschen ihr Leben.
In Zeiten der DDR verlor die Stadt sukzessive an Einwohnern. Auch für das Ende des ostdeutschen „Arbeiter- und Bauernstaats“ war Leipzig mitverantwortlich, als die Friedensgebete in der Nikolaikirche zu immer größeren Ansammlungen der Opposition führten, ob deshalb die Bezeichnung „Heldenstadt“ schon zutreffend ist, mag man diskutieren dürfen. Nach 1990 folgte der kontinuierliche Aufstieg der Stadt, der den Bevölkerungsverlust umkehren konnte und heute ein wachsender Messe-, Medien- und Universitätsstandort ist und als einer der Vorzeigestädte Ostdeutschlands gilt.   

Leipzig

Geschichte Leipzigs | urban facts Leipzig

Als Dresdner schaut man zumeist mit einer Mischung aus Neid, Arroganz, Missbilligung und – hinter vorgehaltener Hand – auch Bewunderung nach Leipzig. Das liegt daran, dass man selbstverständlich Dresden für die schönste Stadt der Welt hält, man aber zugestehen muss, dass Leipzig durchaus auch schöne Ecken hat (oder da man es sich lieber nicht selbst ansieht, haben könnte). Leipzig liegt in Deutschland eindeutig zentraler, es ist ein wichtigerer Handelsplatz, bietet eine weltoffenere Atmosphäre und liefert sich mit der Landeshauptstadt Sachsens einen ständigen Wettkampf wer mehr Einwohner hat (auf der Leipziger wikipedia Seite wird schon im zweiten Satz des Artikels darauf verwiesen rund 300 Einwohner mehr als Dresden zu haben, wobei der Abstand in den letzten Hochrechnungen wohl eher größer wird). Sprich, man kann sich als Dresdner nicht sicher sein, ob Leipzig nicht doch irgendwie besser ist.

Doch ob besser oder schlechter, ist nicht wirklich wichtig. Fakt ist, Leipzig ist nicht nur eine schöne und freundliche Stadt, sondern Leipzig ist auch sehr interessant und bietet eine Menge seinen Bewohnern und auch seinen Besuchern.

Aschaffenburg

Ist Aschaffenburg eine Stadt, die man mal gesehen haben muss? Man kann das wohl mit einem klaren „Jein“ beantworten. Sollte man auf der Suche sein, nach einer Regionalstadt, die landschaftlich reizvoll am Main liegt und ein großes und zweifellos beeindruckendes Schloss hat, dann lohnt sich ein Ausflug nach „Aschebe(r)sch“, wie der Einheimische sein Städtchen nennt. Sollte man aber viel Zeit mitbringen und eine pulsierende Metropole oder ein liebliches Kleinstädtchen erwarten, dann wird man hier nur bedingt fündig.

Als Tagesausflug von Frankfurt am Main ist Aschaffenburg aber definitiv eine Reise wert. Geburtsort des menschlich umstrittenen Malers Ernst Ludwig Kirchners (der aber in Chemnitz aufwuchs), des Fußballtrainers Felix Magath (auch irgendwie menschlich umstritten, aber nicht minder erfolgreich) und des Kabarettisten Urban Priol (von seinen Fans verehrt) bietet die rund 70.000 Einwohner zählende Stadt alles, was zu einem guten Tagesausflug gehört: Attraktion (Schloss), gute Anbindung mit Bus und Bahn, nette Lage (am Main), mittelstädtische Einkaufsmeile und Einkehrmöglichkeiten (Empfehlung: das Stammhaus der Schlappeseppel Brauerei, immer ziemlich voll, aber gutes und frisches Bier).

Aschaffenburg wurde schon im 5.Jahrhundert vom Stamm der Alemannen gegründet. Erst zu Bayern gehörend, kam der Ort ab dem 10.Jahrhundert zum Mainzer Kurfürstentum zu dem Aschaffenburg bis 1803 gehörte und wurde zur Zweitresidenz der Kurfürsten, was die Größe und Bedeutung des Schlosses erklärt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde eine Brücke über den Main gebaut (989), eine Befestigung um den Ort gezogen (1122), das Marktrecht zuerkannt (1144) und schließlich das Stadtrecht erworben (1161).  1346 wurde die Stadt dann sogar ummauert.

Aschaffensburgs Wahrzeichen ist die Schlossanlage, die 1604 begonnen wurde. Sie steht auf dem Gelände der ehemaligen Burg, dessen Bergfried als einziger von dieser nicht abgerissen und in das neue Schloss integriert wurde. Mit dem Bau wurde der Straßburger Architekt und Baumeister Georg Ridinger von Kurfürst Johann Schweikhard beauftragt. Der Name Johannisburg leitet sich übrigens zum einen, vom Bauherren und zum anderen, vom Schutzherren der Burg, Johannis des Täufers ab. Der Baukörper ist symmetrisch errichtet und hat jeweils eine Länge von 87m, wobei vier 52m hohe Ecktürme die Seiten begrenzen, nur der gotische Bergfried bricht in diese Ordnung ein. 1614 waren die Bauarbeiten beendet und noch heute gilt das Schloss aus rotem Sandstein als ein Musterbeispiel der Renaissancearchitektur, obwohl es im 2.Weltkrieg schwer getroffen wurde und fast vollständig ausbrannte.

Von 1803 bis 1814 wechselte sich die politische Zugehörigkeit der Stadt ab, aber nach dem Wiener Kongress wurde Aschaffenburg Bayern zugeschlagen und seitdem ist die zweitgrößte Stadt Unterfrankens Teil des Freistaats. Damals hatte Aschaffenburg schon rund 6.500 Einwohner. Die Zahl war in den Napoleonischen Jahren stark angestiegen, da viele Mainzer aus dem französisch besetzen linksrheinischen Gebieten nach Aschaffenburg flohen. Auch die Industrialisierung und die damit verbundene Urbanisierung ließ die Einwohnerzahl ständig größer werden. Als im 2.Weltkrieg die Nazis die Stadt jedoch zur Festung erklärten und tagelang erbittert um Aschaffenburg gekämpft wurde, vielen zahlreiche Menschenleben und große Teile der Baustruktur der Vernichtung zum Opfer. Doch schon 1950 wurde der Vorkriegsstand von 45.000 Einwohnern wieder erreicht und das Bevölkerungswachstum hält bis heute weiter an, wenngleich es kurz vor der Marke von 70.000 Einwohnern stagniert.

Ein paar Daten und Fakten zur Stadt Aschaffenburg:

Einwohner 67.681
Fläche 62 km²
Bürgermeister Klaus Herzog (SPD)
Geographische Höhe 138 m
Fluss Main
KfZ-Kennzeichen AB
Architektonisches Highlight Schloss Johannisburg
Erste urkundliche Erwähnung 5. Jahrhundert
Das entscheidende Jahr 1541 verlegte Moritz von Brandenburg seine Residenz von Halle an der Saale nach Aschaffenburg
Meisten Einwohner im Jahr heute
Entfernung nach… Frankfurt am Main rund 45km

urban facts Liberec

Einige Daten und Fakten zur Stadt Liberec

 

Allgemeine Daten:

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Einwohner,“102.000 (rund 23% der Region Liberec, aber weniger als 10% der Einwohner Prags)“,
Fläche,“106km²“,
Bevölkerungsdichte,“962 Ein. pro km² “
Geographische Höhe,“348m- 1012m“
Niederschlagsmenge pro Jahr,“803mm“
Fluss,“Lausitzer Neiße“
KfZ-Kennzeichen, L (veraltet; jetzt an zweiter Position für gesamte Region)[/table]

Infrastruktur:

[table th=“0″]
Bürgermeisterin,“Martina Rosenbergová (ČSSD)“
Verwaltungstechnische Bedeutung,“Regionalhauptstadt des Liberecký kraj und Statutarstadt“
ÖPNV,“Straßenbahn mit 4 Linien (bei zwei unterschiedlichen Spurweiten) mit 21.5 km Länge; eine Linie führt in die Nachbarstadt Jablonec; erste Linie 1897″
Entfernung nach…,“Prag 110km (Auto rund: 1h10min; Bahn: 2h30min)~~Breslau 190km (Auto rund: 2h30min; Bahn: 4h30min)~~Dresden 135km (Auto rund 1h50min; Bahn: 2h10min)[/table]

Kultur / Geschichte:

[table th=“0″]
Universität,“Technische Universität (gegründet 1953; heute mit 9.700 Studenten)„,
Sportvereine der Stadt,“Fußball: Slovan Liberec: gegründet 1958; 3x tsch. Meister; 1xPokalsieger (Ø-Zuschauer: 5786 11/12 @ U Nisy)~~Eishockey: Bílí Tygŕi Liberec: gegründet 2002; beste Platzierung Platz 3 in Saison 2006/07 @ Tippsport Arena) “
Erste urkundliche Erwähnung,“1352″
Das entscheidende Jahrhundert,“1945 (Liberec fällt wieder an die Tschechoslowakei und die deutsche Bevölkerung verlässt die Stadt) “
Meisten Einwohner im Jahr,“heute“[/table]

Wirtschaft / Attraktivität:

[table th=“0″]
Sehenswürdigkeit Nr.1,“Der Jeschkenberg (1012m)“
Architektonisches Highlight,“Rathaus (Franz von Neumann)“
Höchstes Gebäude,“Fernsehturm Jeschken / 100m (Karel Hubáček)“
Arbeitslosenquote,“8% im Kreis Liberec“[/table]

Bevölkerungsentwicklung:

1869 1890 1910 1921 1930 1950 1961 1970 1980 1991 2001 2011
22 394 30 890 36 350 34 985 38 568 56 898 66 297 72 303 97 474 101 967 99 102 102 247